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Black 85%

Nach den Zerstörungsorgien in ’Burnout’ versucht sich Criterion nun an einem Shooter. Ob der destruktiv-spektakuläre Ballerspaß tatsächlich ins Schwarze trifft oder besser in der Dunkelheit versinken sollte, erfahrt ihr im folgenden Text. Wer die sehenswerte Action in bewegten Bildern erleben möchte, sollte sich außerdem das Video-Review nicht entgehen lassen. Video-Review zum Spiel verfügbar - Hier Klicken - Blackout Millionen von Videospielern kamen nur dank des englischen Entwicklerteams Criterion in den Genuss von solchen Hits wie ’Grand Theft Auto’, ’Mortal Kombat: Deadly Alliance’, ’Call of Duty: Finest Hour’ oder ’Pro Evolution Soccer’ – der Grund ist die vielseitige Renderware-Entwicklerengine, die von vielen Spielestudios genutzt wird. Dass Criterion aber nicht nur ein Händchen für Programmier-Kits, sondern auch für Spiele hat, bewies die mittlerweile zu Electronic Arts gehörende Spieleschmiede vor allem mit der ’Burnout’-Reihe. Seit dem dritten Teil zählt die Racing-Action zu den visuell spektakulärsten und spaßigsten Rennspiel-Orgien. Schaut man sich ’Black’ an, könnte man meinen, Criterion versucht, dasselbe destruktive Konzept im Ego-Shooter-Genre anzuwenden, das sie zuvor in Rennspiel-Gefilden erfolgreich mit ’Burnout’ geschaffen haben. Man kann sich in etwa denken, was das bedeutet: In ’Black’ darf hemmungslos geballert werden. Es wird so unbekümmert gefeuert, wie man es schon lange nicht mehr erlebt hat. Die Entwickler schießen sich los von Ballaststoffen wie Stealth-Passagen, Fahrzeugeinsatz oder Teamtaktiken, ohne die heute kaum noch ein Shooter auskommt – glauben zumindest die Publisher. Allerdings ist ’Black’ nicht ganz so arcadelastig wie ’Burnout’ und hält sich einen Tick mehr an die Genre-Konventionen. Dafür ist der Titel noch zerstörungssüchtiger als sein ’Rennspiel-Bruder’. Stirb langsam Ganz nach dem Motto ’100 Prozent Ballerei’ bietet ’Black’ zwar eine Story, die jedoch wenig überzeugend wirkt. Ihr übernehmt die Kontrolle eines Agenten der gnadenlosen BLACK-Organisation, der in Krisenherden rund um die Welt zum Einsatz kommt und gefährliche verdeckte Operationen zum Wohle der US-Regierung durchführt. Als er während so eines Einsatzes im Balkan plötzlich auf der Gegenseite auf einen Landsmann trifft, eskaliert die Situation und einiges geht schief. In Form von Rückblenden spielt ihr die Missionen nach, während der Hauptcharakter in Verhören in Form von Zwischensequenzen ausgequetscht wird. Außerdem findet ihr während eurer Einsätze immer mal wieder versteckte Dokumente, die auf Attentatsziele, Ereignisse und allerlei Verschwörungstheorien anspielen. Geübte Spieler können versuchen, alle geheimen Botschaften aufzuspüren, Story-relevant sind die Bonusgegenstände aber nicht. Wie in einem Action-Film der 80er und 90er Jahre im Stil von ’Stirb langsam’, ’Rambo’, ’Alarmstufe Rot’ oder ’Bad Boys’ steht die Baller-Action im Vordergrund von ’Black’. Aus der Ego-Perspektive macht ihr die sehr linear gestalteten Levels unsicher. Quasi als Ein-Mann-Armee schießt ihr euch unter anderem durch eine russische Stadt, macht viel Lärm auf einem Schrottplatz, durchkämmt verschiedene Gebäude, verwandelt das beschauliche Dorfleben eines Bauernhofs in ein Inferno, stürmt eine gut gesicherte Villa, bringt ein paar unfreiwillige neue Tote auf Friedhofsanlagen, sabotiert eine Fabrik und sorgt dafür, dass in einer düsteren Heilanstalt der Verbrauch an Heilmitteln und Leichensäcken drastisch steigen dürfte. Eher ruhige Momente gibt es nur selten – sieht man mal von der typischen Ruhe vor dem Sturm oder mal einem Abschnitt ab, in dem ihr durch einen nächtlichen Wald wandert und auf vergleichsweise wenige Feinde trefft. Es gibt im Spiel kaum unterschiedliche Gegnertypen, aber durch verschiedene Platzierungen, Reaktionsweisen und Bewaffnung stört dies nicht weiter. Leider ist die KI nicht sonderlich gelungen – die Feinde sind zwar treffsicher, sind ansonsten aber nicht sehr bewegungs- oder teamfreudig. Weiterhin wirkt es etwas seltsam, dass einige Feinde schon nach einem Treffer das Zeitliche segnen, andere hingegen fast zwei Magazine schlucken können. Was den Gegnern an Hirn fehlt, machen sie aber durch ihre große Anzahl wieder wett. Hin und wieder werdet ihr übrigens von zwei Teamkameraden begleitet, die allerdings kaum etwas zu eurem Sieg (oder eurer Niederlage) beisteuern. Zerstörungsorgie Da sich das Spielgeschehen ganz auf die Schießduelle konzentriert, ist die Bewegungsfreiheit des Helden arg eingeschränkt. Selten könnt ihr alternative Wege wählen, außerdem könnt ihr keine Schalter betätigen oder gar Türen öffnen, springen oder um Ecken lugen. Einzig in die Hocke könnt ihr gehen, um hinter einem Hindernis Deckung zu nehmen und nachzuladen. An Waffen erwartet euch die typische Auswahl von Pistole über Pumpgun bis hin zu MP, Scharfschützengewehr und Raketenwerfer. Wie in ’Halo’ dürft ihr allerdings nur zwei Waffen und eine Hand voll Handgranaten zugleich mit euch herumtragen. Die Steuerung orientiert sich ebenfalls am ’Halo’-Prinzip und geht ganz gut von der Hand. Allerdings sind die Bewegungen über die Analog-Sticks etwas träge, was sich leider in den Optionen (im Gegensatz zu der sonstigen Stick- und Tastenbelegung) nicht ändern lässt. Das Highlight von ’Black’ ist aber die Zerstörungsorgie, die aus jedem Gefecht fast zwangsläufig hervorgeht. Mit jedem Schuss wird die Umgebung in Mitleidenschaft gezogen. Durch verirrte Querschläger geht dabei öfters mal ein explosives Fass, ein Autotank oder was auch immer in die Luft und richtet ebenfalls wieder Schaden an. Diese destruktive Seite des Spiels ist aber nicht nur ein Augenzuckerl, sondern hat auch Einfluss auf das Spielgeschehen: Wenn ihr die explosiven Details dann in die Luft jagt, wenn gerade Feinde daran vorbeilaufen, erspart ihr euch viel Ärger. Überdies könnt ihr hin und wieder die Deckung eines Feindes zerstören, wenn dieser sich beispielsweise hinter einem brüchigen Betonpfosten, einem Auto oder einer Metallscheibe versteckt. Mit dem Raketenwerfer könnt ihr sogar ganze Balustraden oder Kräne mit Feinden darauf zum Einsturz bringen. Ganze Häuser könnt ihr allerdings nicht niederreißen, auch wenn man manchmal dieses Gefühl hat. Schmerzhaft schön Die technische Seite von ’Black’ kann man mit einem Wort umfassen: unglaublich. Die Grafik ist dermaßen aufwändig, dass man hin und wieder einen Blick in Richtung Konsole werfen möchte, um sich zu vergewissern, ob da nicht schon ein NextGen-System seinen Dienst verrichtet. Die Optik von ’Black’ wirkt dank Unschärfe-Einsatz, überaus detailreicher Levels und authentischer Bauten sehr realistisch – die beklemmende Atmosphäre und der visuelle Stil erinnern ein wenig an ’Killzone’. Was aber in den Feuergefechten auf dem Bildschirm an Effekten abgebrannt wird, lässt einem die Kinnlade herunterklappen: Jeder einzelne Schuss hinterlässt realistische Partikeleffekte, aufgewirbelten Staub, Einschusslöcher und zerstörte Umgebungsdetails. Man kann sich kaum vorstellen, wie ein kerniges Schießduell aussieht und wie der Level in Mitleidenschaft gezogen wird – das muss man einfach gesehen haben (zum Beispiel in unserem Video-Review). Die spektakuläre Baller-Action ist am ehesten mit einem Actionfilm-Blockbuster vergleichbar. Es ist umso erfreulicher, dass aber nicht nur die Effekte, zu denen sich auch noch beispielsweise wogendes Gras, durch Fenster hereinfallendes Licht, animiertes Wasser und vieles mehr gesellen, begeistern können, sondern dass sich auch die restliche Grafik keine Blöße leistet: Trotz des Effektgewitters bleibt die Framerate meist auf einem hohen Niveau, die Texturen sind für PS2-Verhältnisse klar über dem Durchschnitt, innerhalb der langen Levels stören keine Lade-Unterbrechungen, die Waffenmodelle und Animationen sind exzellent und auch die Bewegungen der Gegner wirken cineastisch. So kann es beispielsweise schon mal passieren, dass ein getroffener Feind über ein Brückengeländer stürzt und sich für einige Zeit noch verzweifelt festhält. Die PS2- und Xbox-Version unterscheiden sich weder inhaltlich noch technisch voneinander - 'Black' sieht auf beiden Konsolen gleich beeindruckend aus und spielt sich gleich gut. Der Sound kann da leider nicht ganz mithalten. Zwar ist die Soundkulisse hervorragend und gelungen in Surround abgemischt, allerdings wird die eigentlich wunderbar komponierte Orchestermusik konzeptionslos ab und zu ins Geschehen eingeblendet. Außerdem ist die deutsche Sprachausgabe nur durchschnittlich. Das größte Manko von ’Black’ ist aber der Umfang. Die Missionen lassen sich im Grunde innerhalb von etwa acht Stunden erledigen, nur eiserne Shooter-Fans gehen danach auf die Suche nach allen verborgenen Dokumenten oder wählen einen anderen Schwierigkeitsgrad. Leider haben die Entwickler auch auf einen Mehrspieler-Modus verzichtet. Der knappe Umfang wird durch einen recht hohen Schwierigkeitsgrad und vor allem viel zu wenige Checkpoints künstlich kaschiert: Zwischen zwei Checkpoints kann durchaus eine Spielzeit von 20 Minuten liegen – beißt man kurz davor ins Gras, muss man wieder von einem weit zurückliegenden Punkt starten. Da man im Übrigen nur zu Beginn eines Levels speichern darf, seht ihr je nach Mission innerhalb von einer knappen Stunde keine Save-Möglichkeit. Pro +reine, spaßige Ballerei +Zerstörungsorgien +exzellente Grafik +gelungener Sound contra -mäßige Story -schwache Gegner-KI -dürftiger Umfang -wenige Checkpoints Fazit Die erhoffte Shooter-Offenbarung mit einer Referenzwertung ist ’Black’ leider nicht geworden: Unter anderem verwehren der mäßige Umfang, das Fehlen eines Multiplayer-Modus, die zu wenigen Checkpoints, mangelnde Abwechslung und die durchwachsene Gegner-KI eine höhere Einstufung. Trotzdem ist ’Black’ ein Hit, den sich Genre-Liebhaber keinesfalls entgehen lassen sollten. Während in den vergangenen Jahren die Shooter immer komplexer wurden, erfrischt EAs Ballerorgie mit einer herrlich locker-flockigen Action. Das Motto ’Einfach mal loslegen und alles in Schutt und Asche schießen’ macht den Charme des Spiels aus. Ein wichtiger Spielspaßfaktor ist aber auch die Inszenierung, die technisch wohl das Beste ist, was man jemals auf der PS2 und Xbox gesehen hat. Was die Entwickler aus den Konsolen an Effekten herauskitzeln und trotzdem nicht bei Framerate, Animationen, Ladepausen oder sonstigem patzen, ist äußerst beeindruckend. Das muss man einfach gesehen haben. Man merkt ganz deutlich, dass Criterion schlicht ein spektakuläres Videospiel-Pendant zu einem brachialen Popkornkino-Actionstreifen abliefern wollte – und das ist überzeugend gelungen


far cry 92%

'Wo das Paradies endet und die Hölle beginnt' – so bewirbt Ubisoft derzeit den Shooter 'Far Cry', entwickelt vom heimischen Studio Crytek. Für den Helden des Spieles trifft dieser Spruch auch durchaus zu, aber für den Spieler ist es eher umgekehrt, denn Jack Carvers persönlicher Höllenritt entpuppt sich als paradiesisches Spielvergnügen. Warum es Cryteks Erstlingswerk schafft, die Messlatte für künftige Shooter ordentlich nach oben zu schubsen und welche Mankos das Spiel beinhaltet, erfahrt ihr in unserem Review. Segeltrip mit Hindernissen Eigentlich hätte es für Jack Carver ein angenehmer Trip werden können – eben mal eine hübsche Journalistin im Segelboot zu einer einsamen Insel schippern, klingt mehr als verlockend. Doch als Willkommensgruß im Paradies unter Palmen fliegen Jack Raketen entgegen, die sein Schiffchen versenken, ihn von der jungen Dame trennen und ihn beinahe das Leben kosten. Klar, dass Jack nicht besonders erfreut ist, zumal an ein Wegkommen nicht zu denken ist und zudem massenweise Söldner auf der Insel herumlungern, was die ganze Angelegenheit zu einem Kampf ums nackte Überleben werden lässt. Soweit so gut, doch Jack hat einen heimlichen Beobachter namens Doyle, der ihn über die eigentlichen Hintergründe des Angriffs und des Söldnertreibens aufklärt. Auf der Insel treibt nämlich ein durchgeknallter Wissenschaftler namens Krieger sein Unwesen, dieser beschäftigt sich ausführlich mit Gen-Manipulationen am lebenden Wesen. Viel Arbeit also für Jack, der nur eine Chance hat, die Insel wieder lebend zu verlassen, nämlich indem er die Journalistin wieder findet und sich gegen Krieger und seine Mannen stellt. Doch bis dahin warten noch so einige böse Überraschungen auf den Helden im Hawaii-Hemd – tödliche Überraschungen, denn die Menschen auf der Insel sind nicht seine einzigen Feinde. OK, die Story von 'Far Cry' strotzt nicht gerade vor Originalität, bietet aber immerhin einen brauchbaren Hintergrund für das folgende Action-Gewitter. Als Spieler erhaltet ihr zu Beginn einen Einstieg in Form eines stylischen Intros, weitergetrieben wird die Story durch Dialoge per Handy mit Doyle sowie diverse Zwischensequenzen. Doyle übermittelt euch auf diesem Wege munter eure nächsten Aufgaben und sorgt dafür, dass ihr nicht planlos über das Eiland wuselt. Die Aufgaben und Missionsziele selbst werden logisch aufeinander folgend ausgeführt und auch gut begründet, so dass eure Aktionen wenigstens nachvollziehbar bleiben. Immerhin, einige Überraschungen hat die magere Story zu bieten, zumindest im letzten Viertel. Mit der etwas dünnen Geschichte kann man aber gut leben, denn im Vordergrund steht fordernde Action, und die wird in allen Belangen geboten. Action unter Palmen Ungewöhnlicher als die Story ist hingegen schon das Setting des Spieles. Statt durch finstere Straßen oder dunkle, endlose Gewölbe zu tapsen, versetzt euch Crytek mitten ins Paradies auf eine Südseeinsel, genauer auf mehrere Inseln. Weiße Sandstrände mit Palmen, kristallklares Wasser mit bunten Fischen, Sonnenschein und nahezu wolkenloser Himmel lassen eher an Urlaub als an Action denken. Haariger wird es dann schon im Dschungel, in alten Tempelruinen oder aber in Söldnercamps und Forschungslaboren. Prinzipiell wird quasi alles geboten, was man sich an Locations nur wünschen kann – von unübersichtlich über beengt und dunkel bis zu weitläufig und hell. Die Levels oder besser Spielbereiche selbst sind zum Teil enorm umfangreich und bieten viel Bewegungsfreiheit, so dass ihr die Möglichkeit zu unterschiedlichsten Manövern und Taktiken habt. Auch alternative Wege sind reichlich vorhanden, ob ihr nun mit dem Boot um die Insel schippert, euch zu Fuß durch den Dschungel schlagt oder per Jeep die Straße nutzt. Bei dem Umfang der Bereiche fällt kaum auf, dass der eigentliche Weg durch die Story linear gehalten ist, wobei euch ein Richtungspfeil im Radar meist den Weg weist. Fordernde Kämpfe und nagende Spannung Des Weiteren wird allgemein für viel Atmosphäre und vor allem Spannung gesorgt. Dazu tragen nicht nur Grafik und Sound bei (mehr dazu später), sondern auch einige gescriptete Sequenzen. Wenn ihr durch den Dschungel robbt und urplötzlich ein 'Was war das?' vor euch erklingt, durch Labors stiefelt und ihr noch seht, wie ein Forscher von irgendetwas in einen Lüftungsschacht gezerrt wird, oder ihr über Brücken in den Baumkronen stiefelt und rings um euch viehisches Gebrüll und Todesschreie zu hören sind, dann steigt unwillkürlich der Adrenalin-Pegel. Zudem verschaffen sich einige Gegnerarten mit der Zeit wie von selbst gehörigen Respekt und sobald standesgemäßes Gebrüll oder ein Alarm ertönt, fangen die Nerven schon an zu zittern. Die wuchtigen Feuergefechte mit den Gegnern fordern dem Spieler einiges ab. Zum einen wären da die Örtlichkeiten selbst, die eure Taktik bestimmen, zum anderen aber auch eure Widersacher. Permanent habt ihr einen Wechsel zwischen Long Range Combat, bei dem ihr eure Gegner aus sicherer Entfernung ausknipst, Stealth-Einlagen, bei denen ihr Feinde ausweicht oder unentdeckt zu bleiben versucht, oder aber Schusswechseln auf engstem Raum. Gerade der Stealth- und Taktik-Anteil spielt eine nicht unerhebliche Rolle, denn oftmals besteht eure einzige Chance darin, möglichst spät oder gar nicht entdeckt zu werden. Eine Anzeige neben dem Radar zeigt euch, ob und wie gut ihr von Gegnern gesehen werden könnt. Schlau, schlauer, Far Cry? Aber warum die ganze taktische Wurschtelei? Ganz einfach, weil die Gegner-KI streckenweise zum Besten gehört, was derzeit im Rahmen eines Shooters verfügbar ist. Speziell in den Außenlevels hinterlässt die KI einen ungemein starken Eindruck. Eure Widersacher gehen sehr koordiniert vor und reagieren sensibel auf Sicht und Geräusche, wobei die KI aber fairerweise nicht betrügt. So werden Gegner immer die Stelle untersuchen, an der sie euch zuletzt wahrgenommen haben. So bietet sich euch immer noch die Möglichkeit, wenn ihr mal Aufmerksamkeit erregt habt, schnell aber leise die Position zu wechseln und Gegner unter Umständen sogar in einen Hinterhalt zu locken. Vorsicht ist dennoch geboten, denn die KI ist so schlau, dass eure Feinde versuchen, euch zu umkreisen oder aber ein Gebiet zu durchstreifen. Da kann es schon mal passieren, dass sich unvermutet ein Trupp in euren Rücken schleicht und auf einmal hinter euch steht. Auch Kommunikation zwischen den Gegnern ist vorhanden, angeschossene Söldner zum Beispiel versuchen, in Deckung zu bleiben und Verstärkung zu holen. Ist erst mal ein Gegner alarmiert, habt ihr meist nach kurzer Zeit einen ganzen Batzen am Hals. Unterschiede im Hinblick auf die KI gibt es auch bei den verschiedenen Gegnertypen, auf die ihr trefft. Söldner reagieren generell am cleversten, vor allem die Elitesöldner im späteren Spiel sind immens beweglich, nutzen die Deckung und nehmen auch reichlich Stellungswechsel vor. Andere menschliche Widersacher wie Forscher oder Mechaniker stellen sich da schon weniger geschickt an. Des Weiteren trefft ihr auf Mutanten, die ebenfalls recht unterschiedlich vorgehen. Die eine Art rennt und springt mit weiten Sätzen auf euch zu, um euch mit ihren Klauen zu bearbeiten, die andere setzt auf Widerstandsfähigkeit und schwerste Wummen, wieder andere setzen auf leichte Waffen und hohe Beweglichkeit und haben zudem noch einige fiese Überraschungen im Gepäck. Erwähnenswert ist noch, dass die Gegner bei mehrfachem Laden einer Umgebung zwar immer an derselben Stelle starten und ab und an per Script angetriggert werden, ab dann aber völlig dynamisch auf eure Aktionen reagieren. Taktik und die Macken der KI Die gute KI sorgt dafür, dass der Spieler in den Missionen ordentlich gefordert wird. Taktisches Vorgehen ist Trumpf, wer versucht, sich einfach durchzuballern, wird schneller ins Gras beißen, als man 'Aua' sagen kann. Erstmals in einem Spiel entpuppt sich das Fernglas als wertvoller Gegenstand, denn mit ihm könnt ihr nicht nur Gegner ausfindig machen und per eingebautem Richtmikrofon belauschen, entdeckte Feinde werden zudem auch als Symbol in verschiedenen Farben auf dem Radar angezeigt - je nach deren Aufmerksamkeit. Auch werdet ihr in der ersten Hälfte des Spieles schallgedämpfte Waffen schnell zu schätzen wissen, denn bei einigen Missionen liegt eure beste Chance darin, leise durch den Dschungel zu schleichen und einen Gegner nach dem anderen mit der MP5 auszuschalten. An anderen Stellen ist die Sniper Rifle gefragt oder aber auch schweres Gerät – in den letzten Abschnitten geht sogar gar nichts ohne Raketenwerfer und schweres MG. Die KI ist allerdings auch nicht perfekt, hier und da konnten doch einige Macken entdeckt werden. So hinterlässt die KI in den Innenlevels einen deutlich schwächeren Eindruck. Oftmals reicht es aus, Gegner auf sich aufmerksam zu machen, hinter der nächsten Tür zu warten und dann gemütlich einen nach dem andern beim Durchschreiten der Tür auszuschalten. Auch konnten wir ab und an feststellen, dass einige Widersacher zu stur eurem letzten Aufenthaltsort nachgehen, obwohl ihr just offen an ihnen in die andere Richtung vorbeilatscht. Peinlich für die Mutanten: in einigen Abschnitten sind die Kerlchen mit ihren Raketenwerfern für ihre Mitmonster gefährlicher als für den Spieler, weil sie munter auf naheliegende Hindernisse zwischen sich und euch ballern und ihre eigenen Explosionen zu spüren bekommen. Aber diese Mankos halten sich unterm Strich in Grenzen und stören den Spielspaß nicht. Von der Machete bis zum LKW Was die Ausrüstung angeht, so wird geklotzt und nicht gekleckert. Während ihr in den meisten realistisch angehauchten Shootern ewig mit Pistole und MP5 rumstiefelt, bekommt ihr bereits früh im Spiel eine M4 in die Hand gedrückt. Eine leichte und zwei schwerere Waffen kann Jack maximal tragen, hinzu kommt ein Vorrat aus vier möglichen Granaten-Typen. Zu den Waffen gehören MP5, P90, OICW, M249, Desert Eagle, Machete, G36, Raketenwerfer, ein Scharfschützengewehr und andere Schmankerl. Viele davon verfügen über einen zweiten Feuermodus wie einen Granatenwerfer, zudem könnt ihr sowohl aus der Hüfte als auch über den Lauf zielen. Waffenverzug ist vorhanden, bei der Sniper hängt es zudem von eurer Haltung ab, wie stark das Fadenkreuz schwankt – im Stehen mehr, im Liegen weniger, wenn ihr die Luft per Tastendruck anhaltet, noch weniger. Die Waffen sind durch die Bank ihren Originalen nachempfunden, allerdings ist die Reichweite der Waffen alles andere als realistisch. So könnt ihr selbst über größere Distanzen einen Gegner mit der Pistole ausknipsen. Die Trefferzonen spielen dafür eine große Rolle, Kopfschüsse sind schneller tödlich als Körpertreffer, insbesondere bei gepanzerten Widersachern. Neben den Waffen gibt es noch andere Goodies wie Sprengsätze, Steine, um Gegner abzulenken, Rüstung und natürlich Medipacks. Auch könnt ihr gelegentlich fest montierte Geschütze wie MGs oder Mörser gegen eure Feinde verwenden. Was aber noch viel wichtiger ist: es gibt auch einen Batzen Fahrzeuge, die vor allem zum Transport dienen, teilweise aber auch bewaffnet sind. Da gibt es Schlauchboote, Patrouillenboote mit MG und Raketenwerfer, Buggies, Hummer, LKW und Gabelstapler, ja sogar ein Lenkdrachen ist dabei. Die Fahrzeuge könnt ihr wahlweise aus der First- oder Third Person-Perspektive steuern, wobei sowohl Steuerung als auch Fahrverhalten als gelungen zu bezeichnen sind. Natürlich bringen auch eure Gegner Vehikel zum Einsatz und ab und an ist es eine Frage der Taktik, ob ihr besser zuerst den Fahrer oder den Bordschützen erledigt. Auch in den Umgebungen bieten sich ab und an Möglichkeiten, Gegner zu eliminieren, sei es durch explodierende Gasflaschen oder mittels Fässern, die einen Pfad hinuntergerollt werden. Speichern? Nix da! Was gibt es noch zu sagen? Das Spiel verfügt über insgesamt fünf Schwierigkeitsgrade, aber bereits der leichteste Grad ist in einigen Situationen bockschwer, wobei der Hauptunterschied der Grade in Treffsicherheit, Schaden und Reaktionstempo der Gegner liegt. 'Far Cry' ist im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad sicher nichts für blutige Shooter-Neulinge. Was bei einigen Spielern bestimmt für Verärgerung sorgen dürfte ist die Tatsache, dass es bisher keine Speicherfunktion gibt. Stattdessen wird in bestimmten Bereichen eines Spielabschnittes automatisch gespeichert. Immerhin sind diese Speicherpunkte recht großzügig verteilt, zudem soll Mitte April eine Quicksave-Funktion per Patch nachgeliefert werden. So richtig stören mag mich die fehlende Save-Funktion allerdings nicht, ganz im Gegenteil, denn es wird so deutlich mehr Spannung erzeugt. Man gibt sich unweigerlich mehr Mühe, einen Abschnitt zu bewältigen, und fühlt sich nicht selten wie ein gehetztes Reh. Die Steuerung entspricht der gängiger Shooter, natürlich mit freier Konfigurierung. Außerdem gibt es zentnerweise Grafik-Optionen, um 'Far Cry' an die Leistung eures Rechners anzupassen. Positives gibt es zur Spieldauer zu vermelden: 'Far Cry' besteht aus insgesamt 20 Spielabschnitten, deren Lösung jeweils im Schnitt ein Stunde in Anspruch nimmt, so dass ihr im Einzelspieler-Modus auf eine Spielzeit von 15-20 Stunden kommt, was für derzeitige Verhältnisse in diesem Genre erfreulich viel ist. Mit viel Nachschub aus der Community darf gerechnet werden, denn mit dem Spiel wird auch ein kompletter Editor, die 'Cryengine Sandbox' ausgeliefert, der vergleichsweise sehr einfach zu bedienen ist. Multiplayer-Fights am Strand Besagter Editor wird sicher auch noch seine Auswirkungen im Multiplayer-Bereich haben, denn der ist nicht unbedingt üppig bestückt. Es gibt die Standard-Modi 'Deathmatch' und 'Team Deathmatch', sowie einen weiteren mit 'Assault' benannten Modus. In letzterem treten zwei Teams gegeneinander an, wobei das eine nacheinander drei Basispunkte erobern muss, während das andere Team diese verteidigt. Im 'Assault' gibt es dann auch Rollen wie den Ingenieur, der Verteidigungen anlegt oder zerstört, Schütze oder Scharfschütze mit jeweils verschiedenen Waffenkombinationen, wobei der Ingenieur insgesamt sehr schwach ausgefallen ist – gutes Teamplay ist also vonnöten. Das Ganze spielt sich auf gerade mal elf Maps ab, aber dank des Editors ist wohl bald mit Nachschub zu rechnen. Prinzipiell sind also sowohl für reine Frag-Fans als auch Taktiker solide Modi geboten, wenn auch nichts Außergewöhnliches. Warum kein missionsbasierter Modus vorhanden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Schaut man sich die Szenarien des Singleplayer-Teils an, hätte es sich eigentlich angeboten, Aktionen wie das Sprengen von Camps, Erreichen bestimmter Bereiche, Lahmlegen von Einrichtungen und Ähnliches zu realisieren. Zudem fällt auf, dass das Waffen-Balancing nicht ganz optimal ist und einige nette Features wie Votings komplett fehlen. Die Maps sind insgesamt sehr organisch und umfangreich, allerdings kommt auch erst mit einem ordentlichen Haufen Spielern auf dem Server richtig Spaß auf, wobei der Netcode ziemlich brauchbar zu sein scheint. Insgesamt gibt sich der Multiplayer-Modus als solide Ergänzung, reicht aber nicht an die Klasse des Singleplayer-Spieles heran. Leider gibt es auch keine Bot-Unterstützung, was bei der KI sicherlich ein idealer Übungs-Parcours gewesen wäre. Wer sich dennoch ausgiebig und im harten Wettstreit beweisen möchte, dem sei unser Ligaportal LigaHQ ans Herz gelegt. In Zusammenarbeit mit unserer Fansite Far Cry Headquarters veranstalten wir dort 1on1- und 2on2-Ligen, zu denen ihr euch jederzeit anmelden könnt. Eine 'Assault'-Liga dürfte nicht lange auf sich warten lassen, wenn sich die ersten größeren Clans gebildet haben. Grafikpracht vom Feinsten Eine neue Messlatte setzt das Spiel in jedem Fall im Bereich Grafik, denn was die Coburger uns dort bieten, schlägt schlichtweg alles, was derzeit auf dem Markt ist. Prinzipiell gibt es bei der Grafik nichts, aber auch absolut gar nichts, auszusetzen. Immense Sichtweiten, extrem viele Details, schicke Texturen, schöne Special Effects, tolle Wasseroberflächen, flimmernde Luft über der Lava, Wellen, die sanft am Strand ausrollen ... die Liste ließe sich fast beliebig lang fortsetzen. Absolute Highlights sind das Bump-Mapping auf den Oberflächen der Innenlevels und einigen Kreaturen, was diese sehr plastisch wirken lässt, sowie die exzellente Level-Ausleuchtung mit beweglichen Lichtquellen und dementsprechenden Schattenwürfen. Auch die Models und Animationen der Söldner und Monster sind vom Feinsten. Selbst die dichte Vegetation wird in den höheren Detailstufen ungemein detailliert dargestellt, bis hin zum einzelnen Grashalm. Das ganze Feuerwerk hat natürlich seinen Preis, wer 'Far Cry' mit allen Details genießen will, der braucht schon einen aktuellen Highend-Rechner, wobei sowohl Prozessor, als auch Speicher und Grafikkarte gefordert werden. Aber auch auf mittleren bis hohen Details ist 'Far Cry' bereits eine echte Augenweide und wäre da nicht die allgegenwärtige Gefahr, würde man sicher des Öfteren mal einen Stopp einlegen, um die bildschönen Umgebungen zu bewundern, die übrigens sowohl innen wie auch außen einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Schaut man sich einmal genau an, was Crytek da alles in den sichtbaren Bereich gestopft hat, wundert einen in Sachen Hardware-Anforderungen allerdings gar nichts mehr. Physik und Sound Ergänzt wird das Spektakel durch ein gelungenes Physik-System, wobei allerdings einige Abstriche gemacht wurden. So können weder die Umgebung noch die meisten Objekte zerstört werden – das hätte wohl den Performance-Rahmen bei den riesigen Levels und nicht zuletzt dem Rechenaufwand für die KI gesprengt. Dafür sind etliche Objekte beweglich und fliegen bei Explosionen munter durch die Gegend oder können als Gameplay-Element genutzt werden. Auch eine Ragdoll-Physik ist vorhanden, die aber in der deutschen Version dahingehend entschärft wurde, dass Leichen nicht mehr bewegt werden können. Ein Manko sind die nahezu endlosen, dafür aber eher seltenen Ladezeiten beim erstmaligen Einstieg in einen Bereich, glücklicherweise nimmt das Nachladen eines Spielstandes während des Spieles im gleichen Abschnitt wenig Zeit in Anspruch. Dafür gibt es aber auch im Wesentlichen nur dann Ladezeiten, wenn größere Level-Abschnitte aktiviert werden müssen. Einen ebenfalls sehr guten Eindruck hinterlässt noch die Soundkulisse, obwohl selbst die sich im oberen Genre-Bereich bewegt. Die Hintergrundmusik ist ungemein passend und sorgt für dramatische Stimmungswechsel, die Dialoge der Hauptcharaktere sind gelungen und haben den nötigen Biss. Die Umgebungs- und Waffensounds sind erste Sahne. Lediglich die Rufe und Kommentare der Gegner gehen einem nach einer Weile auf den Wecker, da dort zu wenig Abwechslung geboten wird. Zu oft wiederholen sich diverse Kommentare und Kommandos, aber das ist auch schon das einzige echte Manko bei der Soundkulisse. Ach ja, in der einen oder anderen Zwischensequenz hinkt der Sound etwas hinterher. Ein kleiner Hinweis am Schluss sei noch gestattet: aufgrund des Kopierschutzes macht bei einigen Usern die Installation Probleme und führt zu Fehlermeldungen. Grund hierfür ist in den meisten Fällen eine Unverträglichkeit mit virtuellen Laufwerken, die nicht selten von bestimmten Brennprogrammen eingesetzt werden. Da hilft nur das Löschen etwaiger virtueller Laufwerke, die Deinstallation von Brennprogrammen oder schlimmstenfalls eine Neuinstallation von Windows. Pro +originelle und abwechslungsreiche +Spielwelt +sehr starke und fordernde KI +tolle Grafik +sehr guter Sound +starker Singleplayer-Modus +viele Optionen fürs Finetuning +gut zu bedienender Editor +Spannung und Action bis zum +Gehtnichtmehr contra -lange Ladezeiten -teilweise sehr hoher-Schwierigkeitsgrad -hohe Hardware-Anforderungen -vergleichsweise dünner Multiplayer-Modus fazit Wer hätte jemals gedacht, dass ein deutsches Entwickler-Studio mal so einen Hammer produzieren könnte. 'Far Cry' setzt locker mal eben neue Maßstäbe in Sachen Grafik und KI und das Gameplay ist an Spannung und Herausforderung kaum noch zu überbieten. Was da geboten wird, hat mehr als nur internationales Niveau und sorgt dafür, dass 'Far Cry' schon jetzt ein heißer Kandidat für den Titel 'Spiel des Jahres' ist. Ein paar Macken gibt es zwar - so etwa die schwächelnde KI in den Innenlevels, die hohen Hardware-Anforderungen und der sehr knackige Schwierigkeitsgrad, der Genre-Anfänger schlichtweg überfordern dürfte. Aber sei's drum: bis 'Half-Life 2' und 'Doom 3' auf den Markt kommen, dürfte kaum etwas dieses Spiel toppen und selbst diese beiden Titel müssen da schon einiges auffahren. Bleiben eigentlich nur noch zwei Fragen: wann kommt endlich 'Far Cry 2' und wo gibt es diese coolen Hemden?


killzone 87%

Als ’Halo’-Killer angepriesen und auf einem großen Hype mitgeschwommen, ist ’Killzone’ die Shooter-Hoffnung des diesjährigen PS2-Weihnachtsgeschäfts. Nun steht der Titel endlich in den Regalen, und auch online geht es in zahlreichen Matches bereits heiß her. Welche der vielen Versprechungen ’Killzone’ halten kann und ob die zahlreichen Vorschußlorbeeren tatsächlich gerechtfertigt sind, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten in unserem ausführlichen Review. Lange angekündigt und nun fertig, landet der Ego-Shooter ’Killzone’ auch endlich bei uns und versucht PS2-Spielern das diesjährige Weihnachtsfest mit handfester Action zu versüßen. Dabei muss sich das Spiel derzeit einem Vergleich mit ’Halo 2’ stellen und versucht sich hier mit einer packenden Story sowie einem unterhaltsamen Online-Modus zu behaupten. ’Killzone’ spielt in einer fiktiven Zukunft, in der die Menschheit längst zu anderen Planeten aufgebrochen ist und das Weltall kolonisiert. Das läuft freilich nicht ohne Ärger ab und so herrscht schon nach einiger Zeit Krieg zwischen der Erde und aufmüpfigen Kolonien. Nach einem verlorenen Krieg gegen die Heimatwelt stärkten die so genannten Helghast jedoch wieder ihre Truppen und starten einen Großangriff gegen die Erde. Ziel der Invasion ist die völlige Übernahme der Erde, die die Kolonie auf dem Planeten Helghan zuvor in Schutt und Asche gebombt hat. Surprise Natürlich trifft der Angriff die Erde sehr überraschend und die Erdenbewohner sind ziemlich unvorbereitet. Zudem funktioniert auch die Verteidigungsplattform in diesem Moment nicht, so dass überall feindliche Truppen landen können und die Allianz mit einer riesigen Armee überrennen. In der Unterzahl und zur Verteidigung gezwungen, gilt es nun auf der Seite der ISA alle Helghast-Truppen zurück zu schlagen. Dabei feuert ihr euch im Spielverlauf mit verschiedenen Kämpfern durch die großen Levels. Insgesamt stehen hier vier Soldaten zur Auswahl. Von einem coolen Allrounder, über eine flinke Killerin und der Kampfmaschine Rico bis hin zu einem seltsamen Spion stehen die unterschiedlichsten Charakterklassen bereit. Die Steuerung bleibt dabei aber immer gleich. Mit den Analog-Sticks bewegt ihr euch durch die Levels, schaut euch die schicke Umgebung an, könnt den Zoom einsetzen und kurze Sprints machen. Mit den Schultertasten R1 und R2 wird hingegen aus allen Rohren geschossen. Die R1-Taste verfügt dabei über den ersten und die R2-Taste bei den meisten Waffen auch über einen sekundären Feuermodus. Damit lassen sich zum Beispiel Granaten aus dem Gewehr schießen oder kurzerhand eine Ladung Schrot in den Gegner feuern. Dazu kommt die Möglichkeit, Granaten mit der L1-Taste in die gegnerischen Teams zu schmeißen. Da ’Killzone’ wenig mit Multiplayer-Shootern wie ’Quake 3’ oder ’Unreal Tournament’ am Hut hat, lassen sich nur drei Waffen mitnehmen. Wollt ihr anschließend ein anderes Schießeisen einstecken, müsst ihr euch zuvor von einem eurer Ballermänner trennen. Insgesamt ist die Steuerung ziemlich einfach gehalten und schnell erlernt. Bis man aber perfekt zielen kann, vergeht ein Weilchen. Ganz nach dem Motto 'Easy to learn, hard to master'. Saving Privat Ryan Großartige Zielkünste muss man bei den KI-Gegnern aber zum Glück nicht haben. Zwar agieren die kleinen Gruppen sehr taktisch und ihr müsst recht vorsichtig vorgehen, jedoch sind die Helghast hier schnell in die Defensive zu treiben. Die gefährlich und gemein aussehenden Soldaten mit ihren rot leuchtenden Augen wissen, wie man sich in der Deckung anschleicht und hinter Objekten versteckt. Man kann sie aber schnell aus der Fassung bringen, wenn man sich von einer Seite heranpirscht oder die Gegner stark unter Druck setzt. Da die Helghast hier auch unbedingt ihre Position zu halten versuchen und sich nicht wirklich zurückziehen wollen, lassen sie sich umso eher ausräuchern. Immerhin agieren sie aber nicht wie eine Hand voll Schießbudenfiguren und laufen nicht blind ins Kreuzfeuer. Ähnlich verhalten sich die eigenen Truppen, die dem Spieler auf Schritt und Tritt folgen und netterweise Feuerschutz geben. Leider beißen viele der befreundeten Soldaten im Verlauf der Missionsabschnitte aber Story-bedingt ins Gras. Das macht aber nichts, da immer wieder neue Soldaten zu euch stoßen oder darauf warten, dass ihr auftaucht und ihnen Verstärkung leistet. Neben den normalen ISA-Soldaten werdet ihr von einem festen Team aus bis zu drei Kameraden begleitet. Diese können nicht sterben und agieren im Vergleich mit dem normalen Fußvolk, relativ intelligent. Sie rücken mit euch vor, bleiben stets in Deckung und machen so insgesamt einen guten Eindruck. Was 'Killzone' ebenfalls sehr lebendig wirken lässt, ist die tolle Atmosphäre. So fühlt ihr euch stets wie in einem schweren Krisengebiet und kämpft euch durch nahtlos aneinander gereihte Missionen. Dazwischen wird anhand vieler Videosequenzen die ziemlich gute Story fortgeführt. Im Spiel kommen dagegen reihenweise gescriptete Abläufe zum Einsatz. Damit wird es nie langweilig und man kommt nur schwer von der Konsole weg. Besonders wenn Schützenpanzer auf eure Linie zufahren oder Landungsschiffe ihre Truppen absetzen, kommt ordentlich Spannung auf. Die Bewegungen beim Nachladen, Rennen oder beim KO-Schlagen eines Gegners runden den actionlastigen Look auch wunderbar ab. Bei all diesen Aktionen sorgen Kamerabewegungen, ansehnliche Spezialeffekte und viel Bewegungsunschärfe für eine packende Kriegsatmosphäre. Mannschaftssport Neben der Singleplayer-Kampagne enthält ’Killzone’ einen Zweispielermodus im Splitscreen sowie einen prächtigen Online-Part mit einer Hand voll abwechslungsreicher Spielmodi. Hier kämpft ihr euch nicht nur im 'Deathmatch' durch die Maps, sondern könnt auch im Team interessante Modi wie zum Beispiel ’Assault’ oder ’Supply Drop’ bei Matches mit maximal 16 Spielern ausprobieren. Viele Lobbys, eine gute USB-Headset-Unterstützung und andere durchdachte Features runden den Online-Modus gut ab. Zu guter Letzt könnt ihr im Offline-Training eure Schießkünste in kleinen Duellen mit Bots üben. Leider sorgt die relativ geringe Anzahl an Maps nach einiger Zeit für Ernüchterung. Ohne Download-Möglichkeiten kann man hier auch kaum Abhilfe schaffen. Red Eyes Bei der Grafik fällt als erstes der recht monotone Stil auf. So wird sehr stark mit einer eingeschränkten Farbtabelle gearbeitet und nicht gerade mit Farbvielfalt geklotzt. Die Umgebung sieht somit zwar recht eintönig aus, passt aber gut zu der düsteren Kriegsatmosphäre. Die futuristische Welt und die vielen Areale kommen damit relativ gut rüber. Die Texturen sind dabei auch verdammt schick und die Models sind ebenso detailliert wie die Levelbauten an sich. Dazu kommen noch viele Waffen-, Wetter- und Lichteffekte. Als weiteres Feature fallen die Gegner, dank der so genannten ’Ragdoll’-Physik, auch noch physikalisch korrekt zu Boden oder bleiben dabei an Kanten oder verschiedenen Objekten hängen. Leider gibt es bei der Optik aber auch einige Mankos: Neben der recht farblosen und monotonen Levelgrafik stören die leichten Einbrüche bei der Framerate. Im sehr stark zugebauten Gelände kommt es daher bei viel Action schnell zu kleineren Slowdowns. Einige Kompromisse bei der Grafik hätten diesen Störfaktor sicherlich ausmerzen können. Dafür ist die Akustik aber eine wahre Wucht. Die Umgebungsgeräusche tragen hier wieder stark zur Atmosphäre bei. So hört man verschiedene industrielle Geräusche, weit entferntes Gewehrfeuer oder auch nur einfach dumpfe Klänge. Die vielen Soundeffekte setzen hier nahtlos an: Ob Kugeln neben euch einschlagen, Granaten hochgehen oder eure Kameraden um Verstärkung rufen, stets stimmt die ganze Soundkulisse. Auf der akustischen Seite ist der Titel jedenfalls eines der besten Action-Spiele auf der PS2. Der Surround-Klang macht den Gesamteindruck zudem wirklich perfekt. Pro +exzellente Atmosphäre +schicke Grafik +interessante Story-Videosequenzen +spaßiger Online-Modus contra -KI zuweilen etwas schwach -bei viel Action öfters Einbrüche der Framerate -linearer Spielverlauf -wenige Multiplayer-Maps fazit Ganz kann ’Killzone’ dem Hype im Vorfeld nicht gerecht werden. Jedoch setzt der atmosphärische Titel in einigen Punkten die Messlatte für Shooter auf der PS2 ein Stückchen höher. Die spannende Einzelspieler-Kampagne kann begeistern und der Online-Modus sorgt für wochen- und monatelangen Spielspaß. Leider schmälern vereinzelte kleine Slowdowns bei bildschirmfüllender Action und dumme KI-Gegner den Spielspaß. Aufgrund fehlender Download-Möglichkeiten bleibt man bei Online-Spielen zudem auch nur auf eine kleine Anzahl an Multiplayer-Maps beschränkt. Dennoch ist ’Killzone’ ein verdammt guter Shooter, der nicht nur Genre-Fans ordentlich einheizen dürfte. Wer ein tolles PS2-Actionspiel sucht, sollte also unbedingt zugreifen.


ratchet and clank 92%

Für Ratchet und Clank geht es nach einem knappen Jahr Pause in die dritte Runde. Während man im ersten Teil noch mehrheitlich auf die Jump’n Run-Passagen gesetzt hatte und danach das zweite Abenteuer schon etwas actionlastiger gestaltete, soll nun mit ’Ratchet & Clank 3’ die konsequente Steigerung erfolgen und damit das bislang explosivste und spaßigste Abenteuer des kuriosen Paars erscheinen. Ob dem so ist? Wir haben es für euch herausgefunden. Agent Clank, stets zu Diensten Ratchet und Clank erholen sich von den vergangenen Strapazen und verbringen die Zeit zu Hause vor dem heimischen Fernseher. Doch so richtig friedlich ist es dann doch nicht. Ratchet ist missgelaunt, da Clank stets allen Ruhm erntet, während dieser sich seine Rolle als Hauptdarsteller in der Seifenoper Agent Clank ansieht. Ohne seinen Auftritt fertig ansehen zu können, wird die Sendung aus heiterem Himmel wegen einer Sondermeldung unterbrochen: Ratchets Heimatplanet Veldin wird von Tyhrranoiden angegriffen und wieder einmal scheint Dr. Nefarious hinter allem zu stecken. Kurzerhand entschließt sich Ratchet mit Clank im Huckepack zur Heimreise, um seine Heimat im Kampf gegen die Invasion der Tyhrranoiden zu unterstützen und Dr. Nefarious bei seinem Vorhaben, alles Organische zu vernichten, Einhalt zu gebieten. Ratchet und Clank auf Abenteuer Ihr startet auf Ratchets Heimatplanet Veldin und reist im Spielverlauf quer durch die Galaxis. Als Stützpunkt dient euch das Raumschiff Phoenix, auf dem ihr euer Quartier findet und auch eure Mitstreiter antrefft, die noch zahlreich zu euch stoßen werden. Der Spielverlauf ist zwar linear, jedoch nicht in Levels, sondern Missionen unterteilt. Gespeichert wird sehr oft automatisch im Spielgeschehen, so dass das Speichersymbol mit der Zeit schon beinahe zur Plage wird. Davon abgesehen, seid ihr jedoch nicht daran gebunden, euch der Missionen umgehend anzunehmen. Sobald ihr an einem der Orte oder auf der Phoenix in euer Raumschiff steigt, wird euch eine intergalaktische Karte angezeigt, auf der ihr wählen könnt, auf welchen Planeten es als nächstes geht. So könnt ihr vor einer Mission auch mal auf anderen Planeten Zwischenstopps einlegen, um euch Punkte für bessere Ausrüstung zu verdienen oder eure Waffen aufzuleveln. Ihr könnt jeden Planeten erneut aufsuchen und teils Missionen noch einmal spielen, was euch natürlich weitere Punkte und Erfahrung verschafft. Genauso gibt es aber auch optionale Missionen, wie das Sammeln der 100 Kanalkristalle oder das Bestehen der ’Zerstöre deine Welt’-Aufgaben. Für Abwechslung sorgen außerdem spaßige Captain Qwark -Missionen, in denen ihr mit Captain Qwark klassische 2D-Jump’n Runs bestreitet und auch hier für euer Können belohnt werdet. Die Missionen sind derweil bezüglich des Umfangs gerade richtig. Das Leveldesign ist wirklich erstklassig und ist mit den gängigen Konkurrenztiteln gleichauf. Die Umgebungen bieten meist verschiedene Wege zum Ziel und bestehen stets aus großen Arealen, die auch ein gewisses Entdeckungspotenzial bieten. Trotz der niedrigen Altersfreigabe und dem eher kindgerechten Setting ist ’Ratchet & Clank 3’ bezüglich seines Schwierigkeitsgrades kein Spiel auf Kinderniveau. Es gibt zahlreiche Stellen, an denen Geschicklichkeit und ein schneller Finger am Waffenabzug gefragt sind, wenn man etwa auf holprigen Pfaden entlang schreitet oder sich aus allen Richtungen angreifenden Gegnern gegenübergestellt sieht und sich den Sieg deshalb oftmals regelrecht verdienen muss. Innovativ ist ’Ratchet & Clank 3’ allerdings weniger und präsentiert sich stattdessen als äußerst gelungener und abwechslungsreicher Action-Titel im Stil der Vorgänger. Online geht’s erst rund Im Vergleich zu seinen Vorgängern enthält ’Ratchet & Clank 3’ erstmals auch einen Online-Support für Mehrspielerduelle. Ihr könnt euch entweder alleine oder zu zweit in Online-Kämpfe mit maximal acht Spielern stürzen. An Spielmodi gibt es die bekannten ’CTF’- und ’Deathmatch’-Spielarten sowie den etwas weniger verbreiteten ’Belagerung’-Modus. In letzterem müsst ihr in zwei Teams jeweils die gegnerische Basis einnehmen und halten. Dabei erwarten euch auf den zehn Maps zahlreiche Objekte wie Fahrzeuge und Waffen, die ihr bereits aus dem Story-Modus kennt. Der Online-Modus macht spielerisch einen ausgeklügelten und hochwertigen Eindruck. Fans von Online-Spielen werden sich besonders über die Clan-Funktion freuen und die tief greifenden Optionen für die Spielerstellung zu schätzen wissen. Schade ist derweil, dass aktuell noch viel zu wenig Spieler online sind und man oftmals lediglich einige wenige Spielräume antrifft. Plasmapeitsche? ’Ratchet & Clank 3’ hat mit einem klassischen Jump’n Run nicht mehr allzu viel gemein und wird von den Shooter-Einlagen klar dominiert. Während ihr stets über euren Schraubenschlüssel verfügt, mit dem ihr entweder zuschlagen oder ihn als Wurfwaffe benutzen könnt, gibt es noch ganze 15 Waffen, die ihr euch an den gut verteilten Waffenverkäuferautomaten besorgen könnt. Jede Waffe verfügt dabei über fünf Levels, die mit der Benutzung der Waffe ansteigen. Selbiges gilt auch für eure Gesundheit, denn auch sie erweitert sich mit der gewonnenen Erfahrung. Dass ein gewisses RPG-Feeling aufkommt, ist deshalb nicht wirklich überraschend und genau dieses Spielgefühl sorgt für angenehmen Antrieb. Oftmals ist es nämlich auch schon erforderlich, dass man ein paar Extrarunden ablegen muss, um für die bevorstehenden Herausforderungen gewappnet zu sein. Dazu kommt, dass die kuriosen Waffen - wie zum Beispiel eine Plasmapeitsche - auch einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungsfaktor bieten und man wirklich erst zufrieden ist, wenn man über jede Waffe verfügt und sie in den fünften Level getrieben hat. Bei einfachen Waffen bleibt es allerdings nicht - ihr steigt auch mal in Raumschiffe und Fahrzeuge, um den Tyhrranoiden einzuheizen. Die Steuerung ist derweil wirklich gut an die verschiedenen Situationen angepasst. Ihr bewegt euch ganz normal mit einer direkten Charaktersteuerung, könnt jedoch jederzeit per Schultertasten in den Kampfmodus schalten. Dann könnt ihr Seitwärtsschritte vollführen und Seitwärtssaltos schlagen, die euch in gefährlichen Schusswechseln einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Die Gegner werden dabei ab einer gewissen Distanz stets automatisch anvisiert. Alternativ könnt ihr per L1-Taste die Ego-Perspektive aktivieren und so auch auf größere Entfernungen Angriffe starten. Steuerungstechnisch lässt ’Ratchet & Clank 3’ somit keinerlei Wünsche offen. In altbekannter Form Auch im dritten Teil wird der Comic-orientierte Grafikstil der Vorgänger-Episoden beibehalten. Das Leveldesign ist prachtvoll und es wird ein gelungenes Comic-Ambiente vermittelt. Allerdings sind einige Levelobjekte verhältnismäßig kantig und undetailliert. Nichts zu bemängeln gibt es dagegen bei den tollen Effekten, wenn Ratchet Waffen wie die Plasmapeitsche oder den Nitrowerfer einsetzt. Auch sind die Wasseroberflächen schöner als bei manchen Konkurrenztiteln und die Lichteffekte sind ebenfalls überzeugend ausgefallen. Die Framerate bleibt derweil stabil und lieferte selbst in hektischen Gefechten noch ein angenehm flüssiges Bild. Als Synchronisation stehen euch eine deutsche und eine englische Sprachausgabe zur Verfügung. Qualitativ sind die deutschen Stimmen den englischen Originalen zwar unterlegen, doch wird einem dank der schrägen Witze und völlig überzogenen Aussprache dennoch hin und wieder ein Lacher entlockt. Musikalisch glänzt ’Ratchet & Clank 3’ mit wuchtigen Soundeffekten und einer abwechslungsreichen Musikuntermalung. Pro +abwechslungsreicher Spielverlauf +erweiterbare Waffen und Energie +ausgezeichneter Onlinemodus +sehr gute Steuerung +zahlreiche Planeten und +eindrucksvolle Levels +Captain Qwark 2D-Jump'n Runs contra -etwas träge Kamera -deutsche Synchronisation qualitativ mangelhaft fazit ’Ratchet & Clank 3’ ist gewiss der bisher beste Teil der Serie und ein atemberaubender Mix aus 3D-Jump’n Run und Shooter. Auch wenn die Story nicht wirklich berauschend ist, sorgen die Missionen und stetig neuen Planeten für viel Spielmotivation. ’Ratchet & Clank 3’ ist einer jener Titel, die einen das Pad nicht mehr weglegen lassen und einen dank der zahlreichen Möglichkeiten innerhalb der Levels und auch aufgrund der Erweiterungsmöglichkeiten eine unvergessliche Spielerfahrung bieten. Der Online-Modus sorgt derweil dafür, dass einem auch nach dem Durchspielen noch reichlich Unterhaltung geboten wird, was gewissermaßen das Sahnehäubchen ausmacht. Wären noch etwas mehr Innovationen und ein schöneres Objektdesign gewesen, hätte ’Ratchet & Clank 3’ sogar eine noch höhere Wertung erreichen können.


Grand theft auto san andreas 94%

Rund zwölf Monate nach dem durchwachsenen 'True Crime: Streets of L.A.' und knapp ein halbes Jahr nach dem enttäuschenden 'DRIV3R' steht mit 'San Andreas' nun endlich wieder eine neue Ausgabe des Originals für die PlayStation 2 in den Läden. Im mittlerweile fünften Teil der 'Grand Theft Auto'-Reihe verschlägt es euch in den 'wilden Westen' der 90er-Jahre. Ob das Spiel dem vorangegangenen Hype gerecht werden kann, klären wir im folgenden Review. Staat statt Stadt Mit dem Wechsel von der Ost- an die Westküste der USA haben die Entwickler gleichermaßen den Protagonisten ausgetauscht: Anstatt die Steuerung eines bisherigen 'GTA'-Gangsters zu übernehmen, schlüpft ihr in 'Grand Theft Auto: San Andreas' in die Rolle von Carl 'CJ' Johnson, einem jungen dunkelhäutigen Mann, welcher nach Jahren der Abwesenheit in seine Heimatstadt zurückkehrt - aus einem traurigen Anlass: dem Tod seiner Mutter. Doch schon bald entdeckt CJ, dass die Trauer nicht sein einziges Problem ist - die Gegend um ihn herum geht den Bach hinunter, Banden bekriegen sich und führen schmutzige Drogen-Geschäfte. Nun liegt es an euch, als CJ die Verhältnisse wieder gerade zu rücken und euren Kumpels aus früherer Zeit auf die Beine zu helfen. Die Geschichte startet in Los Santos, welches Los Angeles nachempfunden ist, und führt euch im weiteren Verlauf nach San Fierro, einer Imitation von San Francisco, sowie Las Venturas, einem Abbild von Las Vegas. Ihr erkundet also nicht nur eine einzige Stadt, sondern gleich drei, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Los Santos versprüht den typischen Charme einer Großstadt - auf der einen Seite heruntergekommene Ghettos, auf der anderen die strahlenden Villen der Reichen. San Fierro sticht dagegen durch seine steilen Straßen hervor, die sich perfekt für Verfolgungsjagden eignen, und Las Venturas zeichnet sich durch seine atemberaubenden Kasinos aus. Des Weiteren könnt ihr erstmals auch die Umgebung zwischen den Städten besichtigen. So fahrt ihr durch Wälder, Wüsten und Gebirgen, in denen es natürlich ebenfalls allerhand zu sehen und zu erledigen gibt. Insgesamt soll 'San Andreas' etwa die vier- bis fünffachen Ausmaße von 'Vice City' haben, was keinesfalls zu hoch gegriffen ist. Um das gesamte Spiel zu bewältigen, sind 100 Stunden für durchschnittliche Spieler die Untergrenze. Folgt ihr nur der Hauptstory, sind immerhin um die 50 Stunden fällig. Laufen, Rasen, Schießen - und Trainieren Trotz des erfrischenden Settings bleibt der fünfte Teil der Reihe spielerisch bei seinen Wurzeln: Ihr bestreitet im Wesentlichen die übliche Mischung aus Fahr- und Baller-Missionen, die inzwischen altbekannt sind, aber dennoch nur wenig von ihrem Reiz verloren haben. Mal gilt es lediglich, einen befreundeten Gangster pünktlich zu einem Treffen zu bringen, ein anderes Mal müsst ihr den Fluchtfahrer spielen oder einen Gegner verfolgen und zur Strecke bringen. Hin und wieder wollen auch komplexere Aufgaben erfüllt werden; etwa wenn ihr euch zunächst Waffen und Verkleidung besorgen müsst, um einen großen Einbruch vorzubereiten. Mini-Spiele, wie zum Beispiel ein Auto im Stile eines Tanz-Spiels hin- und herwippen zu lassen, sorgen dabei für Spaß und Abwechslung. Als Belohnung für erfüllte Missionen erwarten euch - neben den obligatorischen Dollars - Respekt, den ihr euch in den Gangs hart erarbeiten müsst, sowie Verbesserungen eurer Fähigkeiten. Damit sind wir auch schon beim wichtigsten neuen Feature, das 'Grand Theft Auto: San Andreas' zu bieten hat: die Rollenspiel-Anleihen. CJ steigert sein Können in Bereichen wie Fahren und Schießen durch reine Übung in den Einsätzen. Für Kraft und Kondition geht es dagegen ins Fitness-Studio, wo ihr Gewichte stemmt, um euren Körper zu trainieren. Ebenfalls von Bedeutung sind einigermaßen regelmäßige Mahlzeiten sowie ein passendes Äußeres: Wer mit einem Bierbauch, hängenden Shorts und Afro-Haarschnitt über die Straßen rennt, erntet vielleicht den einen oder anderen Lacher, aber kein Ansehen als harter Gangster. Die Individualisierung des Protagonisten bringt viel Spaß mit sich und bereichert das Spiel um eine gewisse Tiefe, ohne jedoch belastend zu wirken: Der Muskelaufbau geht äußerst schnell vonstatten, das Umkleiden und Frisieren nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Rockstar hat hier genau den richtigen Mittelweg gefunden; das Charakter-System wirkt weder nebensächlich noch zu umfangreich. Zudem ist CJ nun deutlich flexibler, was seine Bewegungen angeht: Er kann schwimmen, schleichen, über Mauern klettern und in besagten Fitness-Centern neue Kampf-Moves erlernen - ein weiterer Schritt in Richtung noch größerer Freiheit.Buntes Allerlei Was wäre ein 'Grand Theft Auto' ohne seine zahllosen Mini-Games? Und so findet ihr auch in 'San Andreas' selbstverständlich wieder etliches, das den Titel erst so richtig spielenswert macht: Dieses Mal könnt ihr unter anderem Basketball und Billard spielen, Autorennen fahren, nächtliche Einbrüche planen, die schon bekannten Taxi-, Polizei- und Feuerwehr-Missionen absolvieren, als Hotelpage Geld verdienen, auf Pferde wetten oder euren Reichtum durch den Kauf von Häusern oder später gar Kasinos vergrößern. Wie schon in 'Vice City' ist es daher häufig gar nicht mal die Story, welche euch zum Weiterspielen antreibt, sondern das reine Erkunden der riesigen lebendigen Welt: Unzählige Secrets und versteckte Eastereggs laden dazu ein, jede Ecke genauestens zu durchstöbern. In diesem Punkt ähnelt das Spiel ungemein dem Xbox-Rollenspiel 'Fable', dessen Drumherum die eigentliche Erzählung beinahe vergessen lässt. Die dunkle Seite Wo viel Licht ist, da ist auch Schatten und leider stellt 'Grand Theft Auto: San Andreas' in diesem Punkt die Regel dar, nicht die Ausnahme. Die Schwächen des Spiels lassen sich grob in drei Teile untergliedern: Zum einen wäre da die technische Seite, zum zweiten der bisweilen hohe Frustfaktor und zum dritten finden sich kleinere Mängel in Sachen Bedienung. Der Grund für das erstgenannte Manko ist dabei allerdings wohl allein in der Leistungsfähigkeit der PlayStation 2 zu finden: Die Umgebungen wirken zwar detailliert und farbenfroh, doch den Charakteren und Fahrzeugen fehlt es an Feinheiten. Schaut man ein wenig genauer hin, erscheint das Spiel aufgrund seiner mäßigen Texturen, der teilweise geringen Sichtweite, vereinzelten Pop-Ups und Slowdowns zuweilen wenig ansprechend. Doch wenn man dann eines Morgens der aufgehenden kalifornischen Sonne entgegen fährt, sind diese Schwachstellen beinahe vergessen - zumal das Spiel nahezu ohne nachzuladen auskommt. Nur zu Beginn sowie beim Betreten von Gebäuden müsst ihr Wartezeiten ertragen; die äußere Umgebung könnt ihr dagegen ohne jegliche Unterbrechungen erkunden. Der zweite, weitaus bedeutsamere Schwachpunkt ist das misslungene Speichersystem: Wie gehabt, dürft ihr nur bei euch zu Hause Fortschritte sichern - unterwegs ist das nicht möglich. Im Prinzip wäre das nicht unbedingt tragisch, würde das Spiel zumindest Autosaves anlegen: Doch habt ihr eine Mission verhauen, müsst ihr jedes Mal erst wieder endlose Wege fahren, anstatt direkt einen neuen Versuch wagen zu können. Zusammen mit dem vor allem im späteren Verlauf des Spiels recht hohen Schwierigkeitsgrad ist dies eine echte Frustfalle. Ebenfalls nicht vollständig geglückt ist Rockstar die Steuerung. Während ihr euch an das zu hektische Verhalten der Fahrzeuge nach einiger Zeit gewöhnt, kann die Kamera für den einen oder anderen Fehltritt sorgen, sofern ihr sie nicht regelmäßig nachjustiert. Das Zielsystem macht es euch des Weiteren nicht ganz einfach, den Gegner eurer Wahl aufs Korn zu nehmen und auch die ein wenig zu kleine Karte in der Bildschirmecke stiftet gerade zu Beginn Verwirrung. Mit beispielsweise einem einblendbaren Pfeil, welcher euch den Weg weist, hätte man dieses Problem elegant umgehen können. Murder Rap Ein Highlight des Spiels ist der wieder einmal geniale Soundtrack. In 'San Andreas' ertönen unter anderem zum Gangster-Style passende Rapper wie Dr. Dre oder 2 Pac aus den Boxen, doch dank der zahlreichen Radio-Sender kommen auch Freunde von Funk, Soul, Rock oder Country auf ihre Kosten. Großes Lob verdient außerdem die komplett englische Sprachausgabe: Mit prominenten Sprechern wie den Schauspielern Samuel L. Jackson, Chris Penn und Peter Fonda sind alle Charaktere des Spiels hervorragend vertont. Zu gefallen wissen ebenso die zuschaltbaren deutschen Untertitel - vermutlich nirgendwo werdet ihr mehr verschiedene Übersetzungen für das in fast jedem zweiten Satz gebrauchte 'Fuck' lesen. +Pro riesiger Umfang unzählige Mini-Spiele neue Rollenspiel-Elemente noch größere Freiheit kaum Ladezeiten toller Soundtrack überzeugende Sprecher -contra schlechtes Speicher-System Schwächen in der Bedienung hoher Schwierigkeitsgrad Slowdowns & Pop-Ups fazit 'Grand Theft Auto: San Andreas' ist all das, was man erwarten konnte: größer, schöner, schneller - schlicht besser. Mit kaum einem Spiel konnte man jemals so viel Zeit verbringen, so viele Details erforschen, so viel experimentieren. Dennoch hat es mich des Öfteren genervt, denn viele Macken aus 'Vice City' sind erhalten geblieben; sei es das schlechte Speicher-System, die nicht immer überzeugende Steuerung oder die Technik, auch wenn hier die PlayStation 2-Hardware das Problem darstellt und nicht das Spiel selbst. Dennoch: Wer die Vorgänger mochte, wird auch mit 'San Andreas' Ewigkeiten Spaß haben, denn die kleinen aber feinen Neuerungen fügen sich gut in das bewährte Gameplay ein und die Simulation einer lebendigen Welt gelingt niemandem besser als Entwickler Rockstar. Für Action-Fans daher ein erneuter Pflichtkauf. 'GTA'-Anhänger greifen sowieso blind zu


Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 88%

Vor fast genau einem Jahr sorgte der Taktik-Shooter 'Ghost Recon Advanced Warfighter' für einiges Aufsehen – vor allem im Xbox-360-Lager. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Ubisoft umgehend einen Nachfolger in Angriff genommen hat, der mittlerweile in den Regalen der Händler steht. Wir sind für euch auf das Schlachtfeld gestürmt und verraten euch, ob sich der Kauf abermals lohnt. Wir erinnern uns an dieser Stelle kurz zurück: Captain Scott Mitchell und seine Ghost-Spezialeinheit haben sich im Vorgänger durch die Straßen von Mexiko-City geschlagen, zahlreichen Rebellen die Leviten gelesen und unter anderem sogar dem Präsidenten persönlich Leben und Hintern gerettet. Doch statt Lobeshymnen und Ordensverleihung erwartet Mitchell kurze Zeit später bereits ein neuer Auftrag. In Mexiko scheint die Lage zu eskalieren und ein Bürgerkrieg entbrennt. Zu allem Überfluss sind die Rebellen im Besitz von so genannten schmutzigen Waffen – im schlimmsten Fall biochemischer Natur. Mitchell und sein Team werden daher in das grenznahe Städtchen Juarez beordert, um die Bedrohung im Keim zu ersticken. Damit beginnt eine Mission, die den Captain samt Ghosts unter anderem auch auf heimischen Boden führt und an Brisanz kaum zu überbieten ist. Mexiko brennt Wer sich schon durch die Einsätze des Vorgängers gebissen hat, findet sich in 'Ghost Recon: Advanced Warfighter 2' sofort zurecht. Die Entwickler haben sowohl an der Steuerung als auch der Spielmechanik kaum etwas geändert. Auf Knopfdruck geht ihr in die Hocke, robbt auf dem Bauch über den Boden, lugt aus der Deckung heraus, nehmt Feinde per Zoomfunktion ins Visier und und und. Keine Angst: Neueinsteiger werden mithilfe eines ausführlichen Tutorials in die Feinheiten des Spiels samt Spezialaktionen und fortgeschrittenen Taktikmanövern eingeführt. Diese Trainingsmission ist gut gelungen und vermittelt in Ansätzen die Atmosphäre der eigentlichen Kampagne. Die geht dort weiter, wo die Story im ersten Teil ihr Ende fand: Ein Helikopter setzt euch in Person von Captain Mitchell samt dessen Team am Rande der Stadt Juarez aus. Euer Auftrag klingt simpel: Findet zwei versteckte Artilleriegeschütze und schaltet diese aus. Vor jeder Mission stellt ihr zunächst euren Trupp einschließlich Ausrüstung zusammen. Vom Antipanzer-Soldaten bis hin zum geübten Schützen ist alles dabei, was eine Spezialeinheit benötigt. Neu hinzugekommen ist der Sanitäter. Dieser führt zahlreiche Medipacks mit sich, die er zum Verarzten des Captains und der Teamkameraden benötigt. Das bringt etwas mehr Taktik in das ansonsten recht actionreich inszenierte Geschehen. Verloren geglaubte Soldaten nehmen nach kurzer Behandlung wieder am Gefecht teil und können das Blatt noch wenden. Apropos Taktik: Davon gibt es in 'Ghost Recon: Advanced Warfighter 2' eine ganze Menge. Wie schon im Vorgänger schickt ihr eure Teamkameraden per Druck auf das Digitalkreuz zu einer bestimmten Position oder ruft eine Neuformierung aus. Mit der Taste LB wechselt ihr zudem zwischen einem Erkundungs- und dem Kampfmodus hin und her. Ist Letzterer aktiviert, nehmen die Soldaten Gegner eigenständig unter Beschuss. Ab sofort habt ihr jedoch noch mehr Kontrolle und Übersicht: Mithilfe des verbesserten Cross Com dürft ihr das Geschehen aus der Perspektive eines jeden Soldaten verfolgen – im Vollbild-Modus. Trotzdem könnt ihr weiterhin Befehle erteilen, was gerade bei Flankenmanövern und anderen Taktikspielereien sehr hilfreich ist Alles Gute kommt von oben Doch damit nicht genug: Eure Kameraden verhalten sich im Vergleich zum Vorgänger bis auf wenige Ausnahmen erfreulich intelligent und geben konkrete Hinweise auf Feindstellungen. Wenn die Jungs beispielsweise einen Gegner in östlicher Richtung ausgemacht haben, lassen sie euch das sofort wissen. Für gezielte Gegenangriffe ist das besonders hilfreich und kommt darüber hinaus der Schlachtfeldatmosphäre zugute. Die ebenfalls bereits bekannten Drohnen feiern ihr Comeback. Waren sie bisher lediglich ein nettes Hightech-Spielzeug, übernehmt ihr jetzt auf Tastendruck direkt die Kontrolle des kleinen Helfers. Spionageflüge samt gezielten Ablenkungsmanövern sind daher kein Problem mehr. Hinzu kommt die neue Versorgungseinheit auf sechs Rädern, die Munition und Medipacks mit sich führt. All diese Neuerungen sind Verbesserungen im Detail, die Kenner des Vorgängers mit Freude zur Kenntnis nehmen. Schade nur, dass die Entwickler das Missionsdesign nicht ebenfalls aufgefrischt haben. Die Einsätze lassen es an neuen Ideen vermissen: Hier eine Personeneskorte, dort ein Sprengauftrag und dann mal wieder ein von Feinden besetztes Gebiet sichern. Klar, das alles ist packend in Szene gesetzt, weist jedoch gewisse Abnutzungserscheinungen auf. Wo bleibt der frische Wind? Und rund acht Stunden Spielzeit ist nicht gerade üppig. Zum Ausgleich erwartet euch ein mehr als gelungener Multiplayer-Modus, der ja bereits das Aushängeschild des ersten Teils war. Packende Deathmatch- oder Capture-the-Flag-Partien sind ebenso möglich wie der gemeinsame Angriff auf eine Online-Kampagne. Deren Missionen lehnen sich an die Ereignisse des Solo-Parts an und sind ebenso motivierend wie unterhaltsam. Der Clou: Bis zu sechzehn Spieler tummeln sich dabei auf der Karte, was vor allem große Clans erfreuen wird. Allerdings kam es bei unseren Testpartien hin und wieder zu Performance-Problemen. Ebenfalls enttäuschend ist der etwas spärlich geratene Charakter-Editor für die Multiplayer-Soldaten. Hier hätten wir uns ein paar zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten gewünscht. Optik-Granate Schon der Vorgänger hat in Sachen Präsentation teilweise neue Maßstäbe gesetzt. Die Grafiker von Ubisoft haben sich jedoch nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht und die vorhandene Engine verfeinert. Angefangen bei den detailliert in Szene gesetzten Schauplätzen (Städte, Wüstenlandschaften etc.) bis hin zu den liebevoll ausstaffierten Charakteren ist 'Ghost Recon Advanced Warfighter 2' eine Augenweide. Weiterhin werden verblüffend realistischen Raucheffekte sowie schicke Wechsel der Tageszeiten geboten – Letztere haben übrigens auch Auswirkungen auf den Verlauf einer Mission beziehungsweise eure Taktiken. Nur selten kommt das Geschehen bei all dieser Pracht ins Ruckeln. Damit eure Ohren ebenfalls nicht zu kurz kommen, haben die Entwickler dem Spiel eine ebenso bombastische wie abwechslungsreiche Soundkulisse verpasst. Sowohl Musik als auch Gefechtskulisse bringen eure Lautsprecher zum Beben. Die deutsche Sprachausgabe ist zwar nicht immer gelungen, hinterlässt aber insgesamt einen guten Eindruck. Pro +effektvolle Präsentation +verbesserte KI +neue Taktikvarianten +grandioser Multiplayer-Modus +sinnvolle Verbesserungen contra -Missionsdesign ohne neue Ideen -schwacher Charakter-Editor -Solo-Kampagne zu kurz fazit 'Ghost Recon: Advanced Warfighter 2' erfindet das Rad für Taktik-Shooter nicht neu. Vielmehr verfeinert Ubisoft den grandiosen Vorgänger und serviert erneut einen exzellenten Multiplayer-Part. Das Missionsdesign riecht zwar ein wenig nach Recycling, bietet aber dennoch spannende Einsätze samt packender Atmosphäre. Die Präsentation ist super und zeigt erneut, zu was die Xbox 360 fähig ist. Der Lagebericht: Wer actionreiche Taktik-Shooter mag, kommt um 'Ghost Recon: Advanced Warfighter 2' nicht herum.


Metal Gear Solid 3: Subsistence 92%

Gut eineinhalb Jahre nach dem Release des erfolgreichen 'Metal Gear Solid 3: Snake Eater' kommt mit dem überarbeiteten und mit zahlreichen Boni ausgestatteten 'Metal Gear Solid 3: Subsistence' eine neue Fassung des Spiels auf den Markt. Weshalb auch Besitzer der Urversion zu 'Subsistence' greifen sollten, verrät der folgende Text. Disc 1: Subsistence & Bonus-Disc Auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt: Storytechnisch ist 'Metal Gear Solid 3: Subsistence' weder ein direkter Nachfolger von 'Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty' noch von 'Metal Gear Solid'. Tatsächlich ist die Handlung vor den genannten Episoden angesiedelt und basiert auf den Ereignissen des Kalten Krieges im Jahre 1964. Einmal mehr liegt allem Übel ein unglaubliches Komplott zu Grunde, wobei alles damit anfängt, dass ihr den von den Russen festgehaltenen Raketenforscher Sokolov ausfindig machen und in die Staaten eskortieren müsst. Auch diesmal ist nämlich wieder eine Waffe mit unglaublicher Zerstörungsgewalt in den Händen der Übeltäter und es liegt an euch, eine internationale Katastrophe zu verhindern. Dabei verschlägt es euch diesmal nach Russland in die Tiefen des Dschungels, umgeben von Spetsnaz, Soldaten und natürlich einer Schar von speziell ausgebildeten und mit übernatürlichen Fähigkeiten versehenen Widersachern, die sich euch in den Weg stellen. Die epische Story ist auch diesmal sensationell geraten und fesselt einen bis zur letzten Minute, sodass es zu keinem Zeitpunkt an Spielmotivation fehlen dürfte. Während in 'Snake Eater' neben dem Story-Modus lediglich die beiden Modi Snake vs. Mokey und Duell zusätzlich enthalten waren, gibt es in 'Subsistence' eine ganze Palette neuer Attraktionen. Auf der zweiten Disc 'Persistence' findet ihr zahlreiche Extras, darunter die bereits angesprochenen Modi. Neben diesen befinden sich auch die beiden Klassiker 'Metal Gear' und 'Metal Gear 2: Solid Snake' auf der Disc. Die Portierung der beiden Klassiker ist äußerst hübsch und dürfte insbesondere für Fans interessant sein. Habt ihr keine Lust, das Spiel durchzuspielen, und wollt stattdessen gemütlich auf der Couch die Story in Kinomanier miterleben? Dann ist die dritte Disc 'Existence' das Richtige für euch. Auf der dritten Disc befinden sich nämlich sämtliche Zwischensequenzen des Spiels als Film, damit auch Nichtspieler in den Genuss der gelungenen Story kommen können. Endlich online Das Wichtigste der neuen Extras ist allerdings der onlinetaugliche Mehrspielermodus, den ihr auf der zweiten Disc findet. Alles was ihr dazu braucht, ist der offizielle LAN-Adapter und eine Internetverbindung. Der benötigte Account ist in Sekundenschnelle erstellt und schon kann es losgehen. Euch erwarten insgesamt fünf Spielarten: In Sneaking Mission übernimmt jeweils ein Spieler die Rolle Snakes, welcher einen Mikrofilm stibitzen muss, während ihn alle anderen Spieler daran zu hindern versuchen. Capture Mission ist eigentlich nichts weiter als eine Abwandlung des bekannten Capture the Flag. Dasselbe gilt für Rescue Mission, das praktisch ein Capture the Hill darstellt. Deathmatch und Team Deathmatch sind derweil auch vertreten. Bis zu acht Spieler können sich in den genannten Spielmodi tummeln, und dies auf ganzen zwölf Karten. Die Karten stammen aus dem Story-Modus und bieten ausreichend Abwechslung und Platz für ausgiebige Online-Sessions. Der Online-Modus mit seinem Mix aus Stealth und Action braucht zwar etwas Einarbeitungszeit, danach macht der Part aber viel Spaß. Wie eh und je Änderungen am grundlegenden Stealth-Spielkonzept gibt es dagegen kaum. Ihr schleicht euch wie bisher an Wachen vorbei, kriecht durch Schächte und Höhlen und stellt euch wagemutig außerordentlichen Bossen. Allerdings wurden Snakes Möglichkeiten und die Waffenpalette erweitert sowie einige Änderungen am Heilungskonzept vorgenommen. Davon abgesehen spielt sich 'Metal Gear Solid 3: Subsistence' wie seine Vorgänger und setzt ebenso zum Großteil auf seine komplexe Story. Dadurch entsteht jedoch wieder das altbekannte Problem, dass die Zwischensequenzen und Dialoge einen hohen Anteil vom Spielinhalt einnehmen und den eigentlichen Spielumfang merklich ausdehnen sowie das Fortschreiten etwas abbremsen. 'Metal Gear'-Fans sind daran zwar schon gewohnt, doch ist es nicht minder wichtig zu erwähnen, dass 'Metal Gear Solid 3: Subsistence' sich wegen seiner Eigenart als 'Film-Spiel' im Wesentlichen sehr stark von seiner Konkurrenz unterscheidet und nichts für ungeduldige Action-Spieler ist. Snake in Aktion Snake ist auch diesmal bis an die Zähne bewaffnet und bedient sich der unterschiedlichsten Waffenmodelle. Von diversen Sturmgewehren über die Pumpgun bis hin zum Präzisionsgewehr und Raketenwerfer könnt ihr euch ein ansehnliches Arsenal beschaffen. Dabei findet ihr verschiedene Schalldämpfer, mit denen ihr euch lautlos durch die Reihen der Gegner kämpft und das verdeckte Operieren problemlos aufrechterhaltet. Auch im Nahkampf könnt ihr euch effektiv zur Wehr setzen und mit den CQC-Angriffen sogar kleinere Combos ausführen. Daneben ist es wieder möglich, Wachen in den Schwitzkasten zu nehmen und zu verhören. Auch könnt ihr Gegner auf diese Art lautlos ausschalten und selbstverständlich das Corpus Delicti vom Ort des Geschehens wegziehen, um eure Spuren zu verwischen. Werdet ihr nämlich entdeckt, tritt wie gewohnt umgehend der Ausnahmezustand ein und eine Schar von Gegnern nimmt euch aufs Korn. Dabei kämpft man erneut mit demselben Problem, dass man in den meisten Situationen trotz hervorragender Verstecke partout nicht vor den Angreifern sicher sein kann und einem meist nichts anderes übrig bleibt, als aufzugeben und einen neuen Versuch zu wagen. Zumindest im aktuellen dritten Teil hätte man sich hier eine etwas intelligentere KI gewünscht, die mehr auf den Spieler eingeht und nicht nur starren Richtlinien folgt. Auf die Tarnung kommt es an Eines der wohl interessantesten neuen Features sind die verschiedenen Tarnungsmöglichkeiten. Genauso unterschiedlich wie die Gefilde des Dschungels ist auch eure Tarnung, bestehend aus Bemalung und Tarnanzügen, wobei ihr diese fortwährend auffindet oder freispielt. Dabei macht natürlich die passende Kombination aus Bemalung und Tarnanzug eure Camouflage erst perfekt und es kommt deshalb schon mal vor, dass ihr euch aufgrund des variierenden Geländes wiederholt an die Umstände anpassen müsst und deshalb reichlich Zeit in den Optionen verbringt. Damit ihr darüber informiert seid, inwiefern ihr euch optisch in die Umgebung einfügt, müsst ihr lediglich einen Blick auf den rechten oberen Bildschirmrand werfen, wo ihr stets die Art eurer Tarnung und die Effektivität in Prozent erfahrt. Spielerisch verändert sich dadurch einiges, da ihr euch nun vollkommen authentisch an die Umgebung anpasst und von gänzlich neuen Taktiken Gebrauch machen könnt, die einem bisher verwehrt blieben. Ein leicht abgespecktes Radar Neu ist auch, dass das standardmäßige Radar mit den Sichtwinkeln und Positionen der Gegner komplett entfällt. Diesen Verlust machen zwar die drei unterschiedlichen Radartypen, die euch als Ausrüstung dienen, halbwegs wett, doch kämpft man anfangs mit einer ungewohnten Orientierungslosigkeit. Während man früher unter Berücksichtigung des Radars mit der Perspektive bestens zurecht kam, sorgt diese jetzt erstmal für Frust. Ihr habt zwar eine relativ übersichtliche Karte in den Optionen, doch könnt ihr diese nicht rasch aufrufen. Stattdessen seht ihr meist nur einen relativ kleinen Spielausschnitt aus der Vogelperspektive und müsst euch deshalb vermehrt mit der Ego-Sicht nach Gegnern in der Nähe umsehen. Probleme mit der Kamera? Das war einmal! Gegenüber 'Metal Gear Solid 3: Snake Eater' besitzt 'Subsistence' ein völlig neues Kamerasystem. Während ihr in 'Snake Eater' mit der starren Kameraperspektive zu kämpfen hattet, erwartet euch nun eine frei rotierbare Kamera, deren Höhe und Winkel ihr mit dem rechten Analog-Stick frei justieren könnt. Probleme mit dem Überblick gehören damit der Vergangenheit an. Auch könnt ihr die Kamera auf Knopfdruck vor Snake fixieren. Spieler, die besonders aufgrund der argen Kameraprobleme nicht zugegriffen hatten, können sich dank des neuen Kamerasystems unbesorgt ins Spiel stürzen und werden garantiert nicht enttäuscht sein. Ansonsten hält sich 'Metal Gear Solid 3: Subsistence ', was die Steuerung betrifft, an alte Regeln und bietet den gewohnten Komfort. Survival of the fittest Neuerdings müsst ihr auch um Snakes körperliche Verfassung Sorge tragen und kommt mit bloßen Rationen nicht mehr allzu weit. Das ganze Heilungskonzept wurde nämlich überarbeitet und verlangt von euch deutlich mehr Aufmerksamkeit als bisher. Der Schwerpunkt der Heilung basiert auf dem Zusammenspiel von automatischer Regeneration und körperlicher Verfassung. Ihr könnt Snakes Lebensenergie zwar noch immer mit bestimmten Heilmitteln wiederherstellen, doch sind diese rar gesät. Entgegen der bisherigen Titel regeneriert sich Snakes Lebensenergie diesmal nämlich von alleine, wenn auch nicht allzu schnell. Manche Treffer haben dabei verheerende Auswirkungen auf die körperliche Verfassung und können die automatische Heilung behindern. In diesem Fall müsst ihr selbst Hand anlegen und Snake im Menü 'Heilung' in einzelnen Schritten verarzten, indem ihr beispielsweise Kugeln rausoperiert, Wunden zunäht, Brände einsalbt, Schnitte desinfiziert und Brüche schient. Doch damit nicht genug, ihr müsst zudem für Snake Nahrung beschaffen und euch dazu bei Mutter Natur bedienen. Zahlreiche Arten von Schlangen, Vögeln, Fröschen und viele andere Tiere stehen auf eurem Speiseplan und werden nach der Jagd von Snake widerstandslos vertilgt. Damit gewinnt ihr Körperkräfte und könnt beispielsweise besser Zielen oder länger Tauchen. Dabei werden auch die Körperkräfte von der Lebensenergie beeinflusst, welche bei großer Anstrengung und ernsten Verletzungen dahinschwinden. Aber Achtung: Wer eine zu lange Spielpause eingelegt hat, findet in seinem Inventar plötzlich verfaulte Speisen. Außerdem lauern einige giftige Häppchen auf Snake. Dieses komplexe Survival-System bedeutet für euch, dass ihr fernab des Schlachtfelds Snake mehr Zuwendung entgegen bringen müsst, was allerdings auch einen situationsabhängigen Mehraufwand bedeutet. Das Konzept an sich gefällt ganz gut, doch ist das ständige Hantieren in den Optionen auf Dauer ermüdend, zumal man schon wegen dem Equipment und der Tarnung öfters die Optionen aufrufen muss. Snake in Bestform 'Metal Gear Solid 3: Subsistence' hebt sich technisch positiv von seinen ohnehin schon visuell beeindruckenden Vorgängern ab und präsentiert eine unglaublich dichte Dschungelatmosphäre, die ihresgleichen sucht. Das Zusammenspiel von Flora und Fauna ist überaus authentisch und lässt durch das Rascheln in Büschen oder die Schatten im Wasser gegenwärtige Tiere erahnen. Genauso vielseitig zeigen sich auch das Wetter und die Tageszeiten, sodass ihr teils im Regen oder in der brütenden Sonne durch das Dickicht schleicht oder auch mal in der Schwärze der Nacht euer Unwesen treibt. Was die Effekte betrifft, erwartet euch ein sprichwörtlich bombastisches Erlebnis. Granatenexplosionen sind gewaltiger denn je und die zahlreichen Schatten- und Lichteffekte entsprechen höchster Qualität. Hinzu kommen die sensationellen Wasseroberflächen und Spiegelungseffekte, die für PS2-Verhältnisse einfach atemberaubend schön geworden sind. Auch das Charakterdesign fällt dabei nicht aus dem Rahmen und übertrifft die Vorgänger in jeder Hinsicht, egal ob Design, Texturen oder Animationen. Eine derart üppige Darstellung hat natürlich auch ihre Nachteile und so verwundert es nicht, dass teils kleinere Slowdowns zu beobachten sind und die Dschungelabschnitte kaum Freiraum abseits der vorgegebenen Pfade bieten. Dies ist in Anbetracht der hervorragenden Optik jedoch locker zu verschmerzen. Am Beeindruckendsten sind allerdings die Zwischensequenzen, in denen ihr diesmal sogar ein wenig interaktiv eingreifen könnt, indem ihr einige Situationen aus Snakes Blickwinkel erlebt oder die Kameraperspektive manipuliert. Der Soundtrack von Harry Gregory-Williams ist währenddessen schlichtweg atemberaubend und eine Freude für jeden Fan der Serie. Daneben tragen die Umgebungseffekte mit authentischen Tier- und Naturgeräuschen zu dem passenden Ambiente bei, während in Kämpfen die geballten Soundeffekte für rigorose Action sorgen. Ebenfalls ein Pluspunkt ist die sehr überzeugende englische Sprachausgabe. Die Präsentation ist zusammenfassend einfach unglaublich gut und bietet ein Filmflair, wie man es einzig von den früheren 'Metal Gear Solid'-Teilen gewohnt ist. Pro +mitreißende Story +zusätzliche Spielmodi +Onlinemodus +innovative neue Features +gelungene Atmosphäre +hervorragende Präsentation +überarbeitete Kameraperspektive contra -mehr Film als Spiel recht kurz mittelmäßige KI fazit 'Metal Gear Solid 3: Subsistence' knüpft an die Klasse des ohnehin schon hitlastigen Action-Adventures 'Snake Eater' an und überrascht nicht nur mit einem Mix aus interaktivem Filmepos, Stealth und Action, sondern auch mit einer gelungenen Palette neuer Features. Besonders erfreulich ist vor allem, dass Konami auf die Kritiken bezüglich des dürftigen Kamerasystems reagierte und 'Subsistence' eine nahezu perfekte Kamerasteuerung verpasst hat. Nicht nur deswegen, sondern auch aufgrund der Extras, wie etwa der Portierungen der beiden Klassiker 'Metal Gear' und 'Metal Gear 2: Solid Snake', des innovativen Film-Modus und des hervorragenden Online-Parts, lohnt sich der Kauf des Spiels selbst für Besitzer der Erstversion. Wir empfehlen: Zugreifen!


Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent 88%

Sein Name ist Fisher, Sam Fisher, und er hat die Lizenz zum Schleichen: Ubisofts kerniger Held schleicht abermals auf dem PC herum und muss dabei als zwielichtiger Doppelagent arbeiten. Wir haben uns ihm angeschlossen und überprüft, ob ihr zugreifen solltet oder ob Sam langsam, aber sicher in die Jahre kommt. Die Antwort erfahrt ihr im folgenden Review. Schlechter Tag Es gibt so Tage, da wäre man am liebsten im Bett geblieben, denn alles, was man anpackt, läuft einfach schief. Das geht nicht nur uns so, sondern auch bekannten Helden, wie etwa dem Agenten Sam Fisher, den Videospielfans aus nunmehr drei ’Splinter Cell’-Episoden kennen. In seiner vierten großen Mission verschlägt es den mutigen Kämpfer in frostige Gefilde: In der Antarktis soll er zusammen mit einem Agentenneuling eine von Terroristen geführte Forschungsanlage infiltrieren und den Start einer Rakete verhindern. Allerdings gibt es nicht nur bei der Einsatzleitung einige Probleme, sondern auch der Neuling sorgt für Ärger: Weil er Befehle missachtet, findet er gar den Tod. Sam kann nur mit Mühe den Raketenstart abbrechen und kommt knapp mit heiler Haut davon. Doch auf dem Flug nach Hause trifft ihn dann der härteste Schlag: Seine Tochter ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. So kommt es, wie es kommen muss: Der Agent, der schon die größten Gefahren bei seiner Arbeit gemeistert hat, geht an dem tragischen Schicksalsschlag fast zugrunde, prügelt sich mit Passanten, lässt sich gehen und wird zum Gegenteil des typischen strahlenden Helden. Damit Sam wieder auf die richtige Bahn gelangt und der NSA als wertvollster Mitarbeiter nicht verloren geht, schickt das Büro seinen ehemaligen Vorzeigeagenten in den Knast: Er soll in dem passend aggressiv-depressiven Umfeld das Vertrauen zu einem Inhaftierten gewinnen und ihm zur Flucht verhelfen. So soll Sam eine Terrororganisation namens John Brown’s Army infiltrieren und als Doppelagent zunächst für deren Seite arbeiten, um so zugleich der NSA wertvolle Informationen zukommen zu lassen und schlussendlich einen großen Terroranschlag auf die USA zu verhindern. Qual der Moral Ihr merkt schon, die Story von ’Splinter Cell: Double Agent’ ist deutlich düsterer und tiefgreifender als das typisch saubere Agenten-Einerlei der Vorgänger. Die Entwickler wollten Sam Fisher deutlich mehr Charakter und neue Seiten mitgeben. Interessanterweise ist aber genau das nicht so recht gelungen – die Hauptfigur bleibt nach wie vor recht glatt und vom Spieler distanziert; eher ein Hollywoodhelden-Abziehbild als ein Typ, mit dem man mitfiebert und über den man mehr erfahren will. Darüber hinaus verschenkt Ubisoft bei der insgesamt interessanten Handlung einiges Potenzial: Das Geschehen rund um die Terroristengruppe kommt nur langsam in Fahrt und leidet an zu wenig vorantreibenden Zwischensequenzen – es muss ja nicht gleich ’Metal Gear Solid’-Ausmaße annehmen. Trotzdem ist die Story ein Fortschritt, zumal sich die Entwickler ein interessantes Feature ausgedacht haben, das das Motto "Doppelagent" würdigt: Während eurer Missionen, aber auch in den Abschnitten im Versteck der Fieslinge gibt es mehrere Aufgaben, mit denen ihr entweder das Vertrauen der NSA oder aber euer Ansehen bei der JBA aufmöbelt. Entsprechend gibt es auch Aktionen, welche die jeweilige Vertrauensenergie-Leiste verringern. Dabei spielt die Moral oft eine wichtige Rolle – ’24’ lässt grüßen. Ein Beispiel: Die Terroristen wollen, dass ihr einen gefangenen Unschuldigen exekutiert. Verzichtet ihr darauf, kommt das bei der NSA besser an, dafür werden die Jungs der JBA misstrauisch. Letzteres geschieht auch, wenn ihr euch in verbotene Zonen der JBA wagt, um beispielsweise einen Sender für die NSA an einer Antenne zu befestigen oder den Server der Terroristen zu hacken. Im Extremfall verliert ihr das komplette Vertrauen einer Seite, was zugleich das "Game Over" bedeutet. Je nachdem, welche der beiden Gruppierungen ihr bevorzugt, bekommt ihr am Ende eines der drei Story-Enden zu sehen. Ansonsten haben eure Entscheidungen leider nur wenig Einfluss auf den Verlauf des Spiels. Auch hier wurde Potenzial verschenkt. Agenten-Alltag Am eigentlichen Spielgeschehen hat sich bei ’Splinter Cell: Double Agent' hingegen kaum etwas verändert, Kenner der Reihe fühlen sich also sofort wie zu Hause. Nach wie vor soll der Held weniger als Rambo, sondern vielmehr als Schatten agieren – ihr müsst euch also möglichst in der Dunkelheit oder wenigstens in Verstecken bewegen, um den Feinden auszuweichen, sie unauffällig per Würgegriff auszuschalten oder im Notfall eure Betäubungspistole einzusetzen. Nur in Ausnahmefällen solltet ihr euch den Weg freiballern. Wer Letzteres will, kann dies zwar meist tun, wird aber mit Vertrauensentzug und einer schlechteren Wertung am Missionsende bestraft. Nett ist dagegen die Sekundärfunktion der Pistole, mit der ihr Lampen und Ähnliches per Elektroimpuls ausschalten könnt, ohne Munition zu verschwenden. Wie es sich für Sam Fisher gehört, hat er außerdem das eine oder andere Agenten-Gadget in der Tasche, hantiert mit diversen Sichtfiltern herum und muss auch mal eine Tür vorsichtig öffnen, Code-Wörter von einem Gefangenen erpressen, einen Computer hacken oder ein Schloss knacken (die beiden letzteren Aktionen erledigt ihr per Minispiel). Allgemein sei gesagt, dass die Steuerung mit sämtlichen Gadgets am PC einen Tick besser von der Hand geht. Zwar muss man sich zunächst in die Fülle an Hotkeys einarbeiten, doch hat man diese verinnerlicht, klappt beispielsweise der Wechsel zwischen mehreren Aktionen sehr flüssig. Ein großer Reiz von Sams Agentenarbeit rührt von den Levels her, die den Entwicklern auch in ’Double Agent’ sehr gut gelungen sind. Erfreulich, dass ihr diesmal nicht ständig per Nachtsicht herumschleichen müsst, sondern auch mehr oder weniger helle Orte erkundet, wie etwa die Antarktis bei Tag, ein gut ausgeleuchtetes Gefängnis oder einen Tanker im Schneegestöber. Darüber hinaus entert ihr unter anderem ein Luxushotel während einer Silvesterparty inklusive die Umgebung erleuchtendes Feuerwerk, beweist eure eisernen Nerven bei brenzligen Flugmanövern sowie beim Fallschirmspringen und schreckt auch vor einem Abstecher in einen nahöstlichen Krisenherd nicht zurück. Ebenfalls ein Plus sind die verschiedenen Möglichkeiten, mit denen ihr die Aufgaben lösen könnt. Um beispielsweise von einer Wäscherei in ein oberhalb gelegenes Appartement zu kommen, könnt ihr euch einfach den Weg freischießen und den Lift nehmen. Oder aber ihr umgeht die Wachen durch einen Bodenschacht. Andere Spieler legen lieber den Strom per Sicherungskasten lahm und schleichen sich so im Dunkeln zum Ziel. Wieder andere hingegen halten einfach die Augen offen und nutzen einen unbewachten Tunnel, um locker und sicher nach oben zu klettern. Weniger positiv ist hingegen der unausgewogene Schwierigkeitsgrad: So dürften Neulinge gleich an der ersten Mission kräftig zu knabbern haben, zumal ein trainingsähnlicher Spielabschnitt (abseits des spärlichen Trainingsmodus im Hauptmenü) erst in der dritten Mission folgt. Darüber hinaus haben es die Entwickler beim höchsten der drei wählbaren Schwierigkeitsgrade klar mit den Lauschern der recht clever agierenden Feinde übertrieben – diese hören euch oft sogar, wenn ihr euch ganz langsam an sie anschleicht. So werden auch erfahrene Spieler einige nervenzehrende Situationen erleben und den einen oder anderen Spielstand öfters laden müssen. Auch die Missionshinweise und die mäßig übersichtliche 3D-Karte sind nicht immer ein Quell der Freude. Oftmals fühlt man sich regelrecht im Stich gelassen – Profis freut das, Einsteiger fluchen. Drei gegen drei Wenig zu meckern gibt es hingegen beim mittlerweile traditionellen Mehrspieler-Modus: Wie gehabt treten in düsteren Levels Spione (aus der Third-Person-Perspektive) und Söldner (aus der Ego-Sicht) gegeneinander an. Während die Spione auf leiser Sohle versuchen, zwei von drei Computern zu hacken und mit Infos zu verduften, wollen die schwerfälligen Söldner mit roher Waffengewalt genau dies verhindern. Im Gegensatz zum Vorgänger dürfen nun auf jeder Seite bis zu drei Spieler online oder per System-Link loslegen, außerdem wurde kräftig am Balancing gefeilt, sodass weder die Spione noch die Krieger trotz ganz unterschiedlicher Handhabung, Gadgets und Fähigkeiten einen Vorteil haben. Ebenfalls verbessert wurde der Netzcode, darüber hinaus müsst/dürft ihr einen Großteil der dreizehn Maps erst per Rang-Aufstieg freischalten und Jagd auf sonstige Extras, wie neue Skins und Artworks, machen. Obwohl der Multiplayer-Part einsteigerfreundlicher gestaltet wurde, ist die Lernkurve nach wie vor äußerst steil und lang – hat man das Geschehen aber einigermaßen im Griff, entfaltet sich erst die Genialität dieses Spielmodus. Unverständlich ist hingegen die Entscheidung, in ’Double Agent’ auf einen richtigen Koop-Modus zu verzichten – schließlich war dies das Highlight des Vorgängers ’Chaos Theory’. Stattdessen werdet ihr mit einer Art Online-Missionsmodus abgespeist, in dem ihr achtzehn Aufgaben im normalen Multiplayer-Szenario alleine gegen Bots oder zusammen mit anderen Mitstreitern erledigen müsst. Optisch bleibt fast alles beim Alten: So gibt es keine wirklichen Quantensprünge zu verzeichnen. Trotzdem macht die Optik noch immer einen überaus gelungenen Eindruck, auch wenn der Schritt nicht so riesig ist. Vor allem im Detail macht sich die neue Hardware-Power bemerkbar: So sind die Levels deutlich komplexer modelliert, können mit schöneren Texturen aufwarten und gefallen mit aufwändigeren Licht- und Schatteneffekten. Das Highlight sind aber die großen, detailreichen und toll animierten Figuren, wobei Sam Fisher klar die Nase vorn hat: Bei dem Doppelagenten sind sogar Schweißtropfen nach einem kniffligen Einsatz, Wasserspritzer nach einer Tauchpassage, Narben und einzelne Haarstoppeln auf dem Kopf zu sehen. Wie schon erwähnt sind die Szenarien überdies visuell ziemlich abwechslungsreich und farbenfroh gehalten. Ganz perfekt ist die Grafik aber nicht: Zum einen wirkt der Echtzeit-Schatten der Charaktere etwas pixelig oder ist gar durch eine feste Mauer zu sehen, zum anderen stört häufiges Tearing den insgesamt überaus positiven Eindruck. Schade weiterhin, dass die Umgebungsdarstellung im Multiplayer-Part etwas abgespeckt wurde. Der Sound mit seinem typisch orchestral-spannenden Soundtrack in Hollywood-Manier, der exzellenten Surround-Abmischung, die beispielsweise bei Regen, Feuerwerk und beim Belauschen von Feinden zur Geltung kommt, und der sehr guten deutschen Sprachausgabe kann ebenfalls punkten. Abzüge gibt’s hingegen für die nervige und unnötige Sprachausgabe in den Spielmenüs und die fehlenden Soundoptionen. Pro +interessante Story +nichtlineare Levels +Moral spielt eine große Rolle +spaßiger Multiplayer-Modus contra -Schwierigkeitsgrad schwankt stark -kaum Missionshilfen -Koop-Modus entschlackt -Moral-Feature hat kaum Einfluss auf Geschehen


Need for Speed: Most Wanted 88%

Bei der plattformweiten Rundum-Bedienung von EA in Sachen 'Need for Speed: Most Wanted' darf natürlich auch die neue Xbox 360 nicht fehlen. Passend zum Launch der Konsole haben wir einen Blick unter die Motorhaube der Xbox-360-Version geworfen. Bei der plattformweiten Rundum-Bedienung von EA in Sachen 'Need for Speed: Most Wanted' darf natürlich auch die neue Xbox 360 nicht fehlen. Passend zum Launch der Konsole können sich nun auch Xbox-360-Jünger in Straßenrennen verausgaben. Während ihr euch im Quick-Race und im Challenge-Modus erst mal etwas eingewöhnen könnt auf das, was euch erwartet, geht es im Karriere-Modus richtig zur Sache. Als Nobody taucht ihr in der Stadt Rockport City auf und legt euch prompt mit der örtlichen Szene an, natürlich geht es um illegale Straßenrennen. Nach ersten Erfolgen in eurem schicken BMW bekommt ihr es mit dem arrogant-fiesen Razor zu tun, dem Oberhaupt der Rockport City Heizer. Es kommt, wie es kommen muss – im entscheidenden Rennen gegen den Fiesling verreckt eure Karre und da euer Wagen der Einsatz war, seid ihr fürs Erste ohne fahrbaren Untersatz – die örtliche Bullerei lacht sich eins ins Fäustchen. Doch irgendwie habt ihr das Interesse der hübschen Mia geweckt, die nicht nur lecker aussieht, sondern eurer Rennkarriere mit ihren Connections auf die Sprünge hilft. Ausgestattet mit einem Billig-Auto macht ihr euch nun daran, die Top 15 der Szene aufzumischen und am Ende auch dem Oberfiesling Razor gründlich die Leviten zu lesen, stets beobachtet von der wachsamen Bullerei. Vom Spiel-Inhalt her ist die Xbox-360-Version identisch mit den anderen Konsolenversionen (siehe auch unser Review). Ihr qualifiziert euch durch unterschiedliche Renn-Events und Gesetzesübertretungen inklusive wilder Verfolgungsjagden mit der Polizei für die Duelle mit den 15 Fahrern der Blacklist. Auf dem Weg zur Spitze schaltet ihr neue und schnellere Fahrzeuge frei, zudem könnt ihr eure Boliden sowohl optisch als auch von der Leistung her tunen. Für euer Fahrvergnügen steht euch eine umfangreiche, aber etwas unbelebte virtuelle Stadt zur Verfügung, wobei ihr den Renn-Events aber immer auch vom Menü aus beitreten könnt. Im Multiplayer-Modus via Xbox Live, der einmal mehr unter den miesen EA-Servern leidet, können bis zu vier Spieler in verschiedenen Events antreten. Der große Unterschied zu den Versionen der älteren Konsolen liegt in der Grafik. Die lässt mächtig die Muskeln spielen und sieht noch um einiges besser aus als in der ohnehin schon hübschen Xbox-Version. Allerdings muss der Spieler hin und wieder doch Einbrüche der Framerate in Kauf nehmen, wird allerdings auch mit einigen zusätzlichen optischen Schmankerln gleich wieder versöhnt. Satte Soundkulisse, gelungene deutsche Sprachausgabe und fette Motorensounds ergänzen das visuelle Erlebnis auf gelungene Weise Pro +tolle Verfolgungsjagden +schicke Präsentation +viele Tuning-Optionen +reichlich Wettbewerbe +aire KI und moderat steigende Schwierigkeit +motivierender Story-Modus +sehr spannende Rennen contra -Stadt wirkt leblos -gelegentlich unsaubere Texturen -Cops könnten mehr Vielfalt und Grips gebrauchen -EA-Server problematisch wie immer -Framerate nicht immer stabil fazit Spielerisch gibt es keinen Unterschied der Xbox-360-Version zu den anderen Konsolen-Versionen, entsprechend ist auch hier der Spielspaß weit oben angesiedelt. Pluspunkte gibt es dennoch, denn im Vergleich zur ohnehin schon sehr guten Xbox-Version legt die Grafik noch einen gewaltigen Zahn zu und selbst auf einem normalen TV ist der Unterschied schon deutlich.


Gran Turismo 4 95%

Nach vielen Verschiebungen und der Vorabversion ’GT4: Prologue’ steht endlich das finale Produkt der jahrelangen Entwicklung am Start und will unter Beweis stellen, dass sich das Warten auch tatsächlich gelohnt hat. Wir haben den ’Most Wanted’-Titel ’Gran Turismo 4’ ausgiebig Probe gefahren. Auf den folgenden Seiten könnt ihr nachlesen, ob der Rennsimulator die Vorgänger tatsächlich toppen kann oder ob man doch zu einer Alternative greifen sollte. Video-Review zum Spiel verfügbar Hier klicken! Die vielen Infos im Vorfeld haben einem bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Rund 50 Strecken sollten es werden und über 700 Fahrzeuge, was bei Kritikern viel ungläubiges Gelächter auslöste. Nunja, die Entwickler von Polyphony Digital haben es kurz gesagt nicht nur geschafft, die Pläne umzusetzen und den Titel aufzufrischen, sondern haben der Serie eine komplette Restaurierung gegönnt, die bis an die Wurzeln des Spiels geht und die Erwartungen um Längen übertrifft. Wie gehabt bietet der Titel einen Arcade-Modus und den bekannten GT-Modus. Letzterer stellt den Hauptteil des Rennsimulators dar und lässt euch wieder einmal die Karriereleiter zum Profirennfahrer erklimmen. Anfangs landet ihr im Menü des GT-Modus, das neben eurer Zentrale alle Autohersteller, Tuner, Renn-Events, Strecken und so weiter über eine kleine Karte verteilt. Die Aufmachung ist dabei sehr gelungen und wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Brand new car Hier startet auch eure virtuelle Rennfahrerkarriere. Zuvor sind aber GT-typisch einige Lizenz-Tests nötig, um die obligatorischen Führerscheine zu erhalten. Besitzer der Vorabversion 'Gran Turismo 4: Prologue' können hingegen die Lizenzen übertragen lassen und sparen sich damit schon einmal einige Fahrstunden. Wer zudem noch einen GT3-Spielstand auf der Memory Card hat, kann weiterhin einmalig 100.000 Credits als kleine finanzielle Starthilfe transferieren lassen. Der enorme Umfang des Spiels wird im GT-Modus auf den ersten Blick schon sichtbar, wer dann aber noch herumscrollt und die vielen Händler und Spezialevents abklappert, fragt sich erst einmal, wie man das alles bewältigen soll. Spätestens dann erkennt man, dass 'Gran Turismo 4' kein Spiel für ein paar Wochen ist. Um die kompletten 100 Prozent zu schaffen, dürften sicherlich wieder einige Monate, wenn nicht sogar ein Jahr vergehen. Im Endeffekt ist man aber auch froh darüber, da der Titel damit einen Simulator darstellt, mit dem man sich wirklich auseinandersetzen muss. Virtureality Besonders das realistische Fahrverhalten sorgt für die Komplexität dieses Titels und macht es zu mehr als nur einem Rennspiel. Die Physik ist im Vergleich zu den sowieso schon nahezu perfekten Vorgängern völlig überarbeitet worden und setzt damit noch höhere Anforderungen an den Fahrer. Dank der Fahrschule, den relativ langsamen Rennklassen am Anfang des Spiels und der guten Lernkurve wird man aber nicht sofort ins kalte Wasser geworfen. So bekommen auch nicht besonders erfahrene Rennspieler ihre Chance, nach und nach das fahrerische Können zu verbessern und mit der Zeit zum Rennprofi zu werden. Wer mit dem offiziellen 'Driving Force Pro'-Lenkrad fährt, darf sich übrigens über eine 900° Lenkung freuen. Damit kurbelt man das Rad wie in einem richtigen Auto mehrmals um die eigene Achse. An diesem Punkt stellt die visuelle Andeutung der physikalischen Kräfte eine enorme Hilfe dar. Die Wagen nehmen nun endlich wirklich jede Bodenwelle, jeden Schlenker, jeden Lastwechsel sowie jeden Bremsvorgang mit und die Perspektive zeigt diese Dinge auch sehr deutlich an. So lässt sich sehr gut erahnen, welche physikalischen Kräfte grade am Werk sind. Um das auch in G-Werten auszudrücken, befindet ich im Head Up Display unter dem Tacho eine entsprechende Messlatte, welche die auf das Fahrzeug einwirkenden Kräfte auf einer Skala anzeigt. Das Fahrverhalten an sich hängt dabei auch stark vom Fahrwerk und besonders den Reifen ab. Hier haben die Entwickler von billigen Straßenreifen über mehrere Sportreifen bis hin zu renntauglichen Slicks sowie Matsch- und Schnee-Reifen das Angebot an Pneus stark erhöht. Von den schwarzen Gummis stehen nun nämlich rund 13 Varianten zur Verfügung. Teurer Sport Neben der Reifenauswahl ist auch der Tuningpart etwas angewachsen und bietet nun freie Tuner wie HKS oder etwa Blitz, die Autofans sicherlich bekannt vorkommen dürften. Dazu gesellen sich wieder die herkömmlichen Markentuner, wobei jeder Hersteller einen eigenen Tuningshop besitzt. Statt wie beim Vorgänger einen zentralen Shop anzubieten, muss der Spieler zudem wie bei den ersten Teilen der Serie die Hersteller abklappern und dort das Fahrzeug aufrüsten lassen. Das gefällt uns, um ehrlich zu sein, auch besser als bei 'GT3', da es den Tuningpart etwas 'persönlicher' gestaltet. Die Autohersteller sind zudem über die Karte des GT-Modus verteilt und unter den jeweiligen Ländern und Regionen zusammengefasst. Außerdem bieten sie einzelne Events an, was den Umfang enorm erhöht. Die Anzahl der Strecken und insbesondere der Fahrzeuge stellt eine sehr große, um genauer zu sein, die bisher größte Auswahl dar, die je in einer Rennsim angeboten wurde. Dabei können Kritiker, die hier auf Quantität statt Qualität spekulieren, keinen einzigen Punkt finden, über den man lästern könnte. Die Fahrzeuge sind alle mit sehr viel Liebe zum Detail modelliert worden und die Strecken sehen ihren realen Vorbildern teils zum Verwechseln ähnlich. Überhaupt hat man hier auch die alten Strecken stark überarbeitet und diesen einen realistischeren Look verpasst. Einige Umbaumaßnahmen sorgen hier für neue Auslaufzonen, einen besseren Überblick und geänderte Streckenführungen. KI-Freunde Ein ganz neues Feature stellt der so genannte B-Spec Modus dar. Hier agiert der Spieler nämlich ausnahmsweise nicht selbst am Steuer, sondern übernimmt die Position des Teamleiters und gibt einem KI-Fahrer Anweisungen, während er das Rennen aus verschiedenen Perspektiven beobachten kann. Dem Fahrer kann man vom Kommandostand aus befehlen, schneller oder vorsichtiger zu fahren, zu überholen oder in die Box zu kommen. Für die meisten Spieler dürfte dieser Modus aber gänzlich uninteressant sein, da man bei GT doch lieber selbst am Steuer sitzen möchte. Was die KI-Fahrer angeht, besteht hier auch weiterhin ein leichtes Defizit. Zwar fahren die Computergegner zwar noch sportlicher, greifen öfter an und reagieren manchmal gereizt, wenn sie sich bedrängt fühlen, sind dabei aber nicht so schlau wie etwa bei 'DTM Race Driver 2'. Zudem vermissen wir eine allgemeine Leistungsbeschränkung, um zu verhindern, dass man mit wesentlich stärkeren PS-Monsteren an Rennen teilnehmen kann und somit grundsätzlich alles hinter sich lässt. Wer nämlich die Credits besitzt, sein Auto richtig aufmotzen zu können, kann stellenweise einfach davonrasen, ohne überhaupt etwas fahrerisches Können mitzubringen. Eine gewisse PS-Grenze nach oben hin sollte daher schon je nach Meisterschaft existieren. Wer diese Lücke im Reglement richtig ausnutzt, kassiert dafür aber auch weniger A-Spec Punkte, und wer meint, auch noch Rammen und Schubsen zu müssen, fällt nun endlich auf die letzten Plätze zurück. So kommen mit höheren Rennklassen auch Zeitstrafen für Schubser dazu, die den Spieler für eine kurze Zeit mit 50km/h schleichen lassen. KI-Fahrer sind von dieser Regelung jedoch anscheinend befreit. Ärgerlich, wenn einem ein solcher das Heck touchiert und anschließend ungestraft davondüst. Über ein normales Ethernet-Netzwerk kann man aber auch gegen menschliche Spieler fahren. Leider fehlt allerdings der gewünschte Onlinemodus. Stattdessen bekommen GT-Spieler nun einen Fotomodus und können sich als Auto-Fotograf versuchen. Neben den Strecken stehen hier einige spezielle Umgebungen zur Auswahl und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. In einer Auflösung von 1280x960 lassen sich diese zudem auch auf einen USB-Memorystick kopieren. Referenz-Technik Grafisch kann das Spiel als absolute Referenz gesehen werden und das sogar plattformübergreifend. Die Grafikpracht mit all ihren Effekten, dem realistischen Look und der Detailverliebtheit ist einfach konkurrenzlos und dürfte erst wieder mit dem Nachfolger getoppt werden. Das beste Beispiel dafür ist die Nordschleife, von der wahrscheinlich keine detailliertere Variante in einem Simulator existieren dürfte. So wurden selbst die Kreidemalereien auf der Strecke ins Spiel eingebaut. Von Malereien über Sprüche bis hin zu auf den Asphalt geschriebenen Liebesbotschaften fehlt kein Detail. Einzig das Kantenflimmern konnten die Entwickler nicht ganz entfernen, was aber bei der ganzen Grafikpracht kaum ins Gewicht fällt. Ebenso herausragend erweist sich die Akustik, die im Übrigen nun auch per Dolby Prologic II aus den Boxen schallt. Die Motoren brüllen wie bei ihren echten Vorbildern und der Klang wird durch Modifikationen am Wagen beeinflusst. So wird der Ton ohne Endschalldämpfer beispielsweise wirklich lauter und aggressiver. Der Soundtrack bringt zudem die wohl größte Musikauswahl mit, die man auf der Konsole bisher gesehen hat. Rund über hundert Musikstücke klingen aus dem Autoradio und können je nach Geschmack zusammengestellt werden. Was wir aber ganz besonders gut finden, ist der menschliche Faktor bei 'Gran Turismo 4'. Von Boxencrews über Personen im Service-Center bis hin zu den Zuschauern am Streckenrand sind die Menschen wirklich gut animiert und lassen den Titel sehr lebendig wirken. Letztere bestehen nun übrigens aus Polygonmodellen und nicht mehr den flachen Bitmaps, die noch in der Vorabversion zu sehen waren. Einziger Kritikpunkt ist der fehlende HDTV-Modus der japanischen Version, der das Spiel, einen entsprechenden Fernseher vorausgesetzt, in 1920x1080 interlaced anzeigt - und das in absolut flüssigen 60 FPS. Immerhin bekommen EU-Spieler als Ausgleich rund ein Dutzend exklusiver Fahrzeuge sowie eine exzellente PAL-Anpassung. Pro +viele echte und fiktive Strecken aus aller Welt +900°-Lenkung mit dem 'Driving Force Pro'-Lenkrad +der größte je in einem Spiel angebotene Fuhrpark +annähernd perfekte Fahrphysik +beste Grafik in diesem Genre +ohne Slowdowns oder Ruckler +LAN-Unterstützung +Zeitstrafen für Verkehrsrowdies +B-Spec Teamchef Modus +exklusive Fahrzeuge in der PAL-Version contra -kein Onlinemodus -kein HDTV-1080i in der PAL-Version -KI-Gegner noch nicht schlau genug -kein Schadensmodell fazit 'Gran Turismo 4' ist der 'Most Wanted'-Titel dieses Frühjahres und wird den vielen Erwartungen mehr als nur gerecht. Die Entwickler haben konsequent alle Kritikpunkte ausgebügelt und des Weiteren noch viele neue Features und einige Innovationen miteingebracht - wie etwa den B-Spec Modus oder die herrliche 900°-Lenkung. Neben der ausgesprochen realistischen Fahrphysik und der Grafik, die plattformübergreifend einfach die Referenz im Rennspielbereich darstellt, stimmen auch alle anderen Aspekte bis ins Detail; man kann diesem Titel kaum einen Kritikpunkt anhängen. Einzig der fehlende Onlinemodus, die noch etwas ärgerliche KI, das nicht vorhandene Schadensmodell und die Tatsache, dass man in der PAL-Version die HDTV-Unterstützung entfernt hat, könnte man den Entwicklern übel nehmen. Jedoch schlagen diese Punkte nicht so stark ins Gewicht und so ist 'Gran Turismo 4' schlicht das zurzeit beste Rennspiel. Wer sich auch nur annähernd als Rennsim-Fan bezeichnet, kommt nicht um diesen Titel herum.


Midnight Club 3: DUB Edition remix 85%

Rennspiel-Fans aufgepasst. Rockstar Games schickt euch in 'Midnight Club 3: DUB Edition Remix' erneut auf den Asphalt und bietet dabei einige nette Extras. Doch reichen die neuen Inhalte wirklich aus, um einen weiteren Kauf zu rechtfertigen? Wir sagen es euch im Test. Rennspiel-Fans aufgepasst. Rockstar Games schickt euch in 'Midnight Club 3: DUB Edition Remix' erneut auf den Asphalt und bietet dabei einige nette Extras. Doch reichen die neuen Inhalte wirklich aus, um einen weiteren Kauf zu rechtfertigen? Wir sagen es euch. Comeback auf der Straße Knapp ein Jahr nach dem Release von 'Midnight Club 3: DUB Edition' legen die Jungs von Rockstar San Diego nochmals eine Schippe drauf und servieren euch mit der so genannten Remix-Version eine Art Special Edition des spaßigen Rennspiels. Für alle, die mit dem Titel bisher wenig bis gar nichts zu tun hatten, hier eine kurze Zusammenfassung: Auf den nächtlichen Straßen der Metropolen Detroit, San Diego und Atlanta liefert ihr euch mit euren Rivalen packende Straßenrennen, sackt bei Erfolg zahlreiche Geldscheine ein, kauft neue Autos oder motzt euer Gefährt ordentlich auf. Neben dem rasanten Geschehen war vor allem die Suche nach Abkürzungen und Alternativstrecken besonders reizvoll. Gleichzeitig störte viele Fans der teilweise happige Schwierigkeitsgrad sowie das Trial-and-Error-Verfahren, mit dem man viele Kurse in Angriff nehmen musste. Eines gleich vorweg: In 'Midnight Club 3: DUB Edition Remix' hat sich zwar einiges geändert, doch die alten Macken sind geblieben. Die Entwickler sahen anscheinend keinen Grund, an der stellenweise unkonstanten Framerate zu feilen oder das Schadensmodell aufzubessern. Schade, denn immerhin hätte sich ein solches Feintuning bei einem Re-Release doch geradezu angeboten. Big in Japan Doch kommen wir zu den Neuerungen des Spiels. Die wichtigste davon dürfte die mittlerweile vierte Stadt sein, die ihr mit euren Karossen unsicher macht: Tokyo. Unzählige Strecken samt den berühmt-berüchtigten Abkürzungen fordern selbst ausgebuffte Profifahrer und fesseln somit einige Stunden an den Bildschirm. Allerdings wirkt die japanische Metropole insgesamt etwas farb- bzw. gesichtslos. Markante Passagen findet ihr nur selten und das typische Flair dieser Stadt weht euch nur ansatzweise ins Gesicht. Irgendwie schien den Designern etwas die Lust ausgegangen zu sein. Als Ausgleich warten dann aber rund 20 neue Wagen in der Garage. Von der US-Motorenschmiede Dodge bis hin zum italienischen Edelfabrikanten Lamborghini steuert jeder namhafte Autoschrauber ein neues Modell bei. Diese dürft ihr natürlich allesamt ordentlich aufmotzen und greift dabei auf eine riesige Auswahl an Tuningteilen zurück. An sich gar nicht mal schlecht das Zusatzpaket, doch es bleibt trotz des Budgetpreises fraglich, ob Besitzer der ’Urversion’ zugreifen müssen. Dafür bietet das Spiel dann eigentlich doch zu wenig. Es gibt was auf die Ohren Sowohl die neue Stadt als auch die zusätzlichen Flitzer passen optisch perfekt ins bisherige Grafikgefüge und machen einen guten Eindruck. Großartige Änderungen dürft ihr jedoch nicht erwarten. Diese erwarten euch allerdings bei der Soundkulisse. Satte 25 Songs von den Nine Black Alps, Sean Paul und anderen Interpreten erweitern den sowieso schon grandiosen Soundtrack. Pro +neue Stadt +neue Autos, Strecken und Songs +spaßiger Arcade-Racer +rasantes Spielgeschehen contra -immer noch Framerate-Einbrüche -alte Fehler noch drin -zu wenig Inhalt für Neukauf -Schadensmodell weiterhin mager fazit Wer bisher noch nicht zugeschlagen hat, bekommt mit 'Midnight Club 3: DUB Edition Remix' einen grandiosen Street-Racer samt Zusatzinhalten geboten. Alle anderen müssen nicht zugreifen, denn die Neuerungen rechtfertigen einen Neukauf eigentlich nicht


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Burnout: Revenge 90%

Mit ’Burnout 3: Takedown’ konnten sich die Entwickler von Criterion endgültig als absolute Meister ihres Fachs beweisen und liefern nun nach gut einem Jahr den Nachfolger ab, der die Messlatte noch einmal ein gutes Stück höher schieben will. Eine weiter aufgebohrte Grafik, mehr Speed, mehr Umfang und weitaus mehr Action sollen erneut die Spieler ans Joypad fesseln und auch wieder online für viel Spaß sorgen. Welche Neuerungen der Racer mit sich bringt und was sich alles seit der Preview-Version getan hat, verraten wir euch in unserem ausführlichen Test. Wer zudem auf Spielszenen gespannt ist, kann sich anhand des zusätzlichen Video-Reviews einen ersten Eindruck verschaffen. Video-Review zum Spiel verfügbar Hier klicken! Rache! Um einen grandiosen Titel wie ’Burnout 3: Takedown’ toppen zu können, mussten sich die Entwickler richtig was einfallen lassen – also nicht einfach nur ein paar neue Fahrzeuge, Strecken und eine leicht aufgebohrte Grafik bieten. Daher hat man durch einige Änderungen im Gameplay versucht, die Action weiter auf die Spitze zu treiben und durch eine Hand voll Änderungen die Kritikpunkte am Vorgänger auszubügeln. Ganz neu ist etwa die Möglichkeit, den Verkehr in eure Fahrtrichtung wegschieben zu können, was sofort einen ganz neuen Spielmodus mit sich bringt. Zudem wurde die KI verbessert - die Kontrahenten fahren nun so, wie man es von ein paar rachsüchtigen Irren am Steuer erwarten würde. Während man beim Vorgänger erstmals die Möglichkeit einführte, Gegner mit Takedowns auseinander zu nehmen, wird dieses Prinzip bei ’Burnout: Revenge’ weiter verschärft. Werdet ihr gerammt und klatscht dann gegen ein Fahrzeug, eine Mauer oder etwas anderes, was euren Wagen in einen Klumpen Blech verwandelt, schnellt die Kamera zu dem Übeltäter und zeigt damit euren so genannten ’Revenge’-Gegner. Über diesem schwebt anschließend eine rote Markierung, zumindest bis ihr euch gerächt und ihn selbst mit einem Takedown aus dem Verkehr gezogen habt. Andersrum läuft das aber ebenso. Also Vorsicht! Ansonsten ist aber alles mehr oder weniger beim Alten geblieben. Im ’World Tour Modus’ müsst ihr in den einzelnen Regionen ein Event nach dem anderen freischalten und damit auch mit der Zeit den Fuhrpark vergrößern. Ganz neu ist dabei euer Rang, der sich, je nachdem wie erfolgreich ihr seid, langsam verbessert. Dabei gibt es insgesamt zehn Ränge zu erspielen. In jedem Rennen gibt es eine gewisse Anzahl an Sternen abzustauben. Wer das Rennen beispielsweise perfekt meistert, erhält die vollen fünf Sterne. Alles darunter bringt euch weniger Sterne ein. Diese braucht ihr aber, um ein Level aufzusteigen. Netterweise zeigt die – zugegeben nicht allzu übersichtliche – Karte mit allen Events, wo noch Sterne zu holen sind und wo nicht. Das System funktioniert ziemlich gut und sorgt für einen guten Grund, immer weiter zu spielen. Schnell ertappt man sich selbst dabei, nur noch ein oder zwei Rennen fahren zu wollen, damit noch das nächste Level erreicht wird, um anschließend zu sagen, dass man dann noch ein paar Rennen fährt – denn zum nächsten Aufstieg fehlt ja auch nicht viel. Zwangsläufig muss man das aber, da pro Level nur eine gewisse Anzahl an Events zur Verfügung stehen. Bei den spaßigen Crashbreaker-Rennen, Eliminator-Events, dem lustigen Traffic-Attack und den bereits bekannten Modi kommt dafür genug Abwechslung auf. Die Möglichkeit, ein schnelles Einzelrennen zu fahren, fehlt hingegen anscheinend völlig beziehungsweise ist im Hauptmenü nicht zu finden. Hier fragen wir uns wirklich, welcher Teufel die Entwickler geritten und zu dieser Entscheidung gebracht hat. Wenigstens ist der Onlinemodus dafür weiter ausgebaut worden und bietet erneut Spielspaß für bis zu sechs Personen gleichzeitig - und das sowohl per Xbox Live als auch über das Onlinesystem der PS2 Tiefflieger ahoi Die Neuerungen machten auch vor den Strecken und insbesondere dem Crash-Modus nicht halt. Im Vergleich mit den drei ersten Titeln der Serie ist dieser nämlich richtig komplex geworden und fordert viel Köpfchen und Reaktionsvermögen. Das geht schon allein beim Start los. Wie bei einem Golfspiel müsst ihr in einer Leiste die Drehzahl hoch schnellen lassen, bis diese im grünen Bereich der Skala landet. Dann drückt ihr noch einmal aufs Gaspedal und müsst im unteren grünen Bereich der Skala ein weiteres Mal drücken. Tut ihr das nicht, geht euch entweder der Motor hoch – was im Übrigen verdammt cool aussieht – oder ihr rollt mit wenig Tempo am Start los und habt damit gerade bei Sprüngen nicht den nötigen Schwung, um in der Zielzone einzuschlagen. Hier geht das Spektakel dann wie gewohnt weiter. Verschiedene Fahrzeuge krachen in die Unfallstelle und lassen die Punktzahl hinaufschnellen. Ein bestimmtes Zielfahrzeug bringt zudem besonders viele Punkte. Was den Crashbreaker angeht, haben sich die Entwickler ein kleines Extra einfallen lassen. Statt einfach nur den R2-Button zu drücken, müsst ihr nun zum Auslösen ganz schnell auf die Taste drücken, um einen Balken am unteren Bildschirmrand auf die 100% zu treiben. Erst dann geht das Fahrzeug hoch. Insgesamt muss man sich hier neuerdings geschickter anstellen, um die hohen Punktzahlen und damit auch die Goldmedaillen abzuräumen. Aber das ist auch gut so. Es wird dadurch kaum noch etwas dem Zufall überlassen und ihr habt weitaus mehr Einfluss auf den Verlauf des Chrashs. Aus dem Weg! Eine weitere Änderung hat sich, wie gesagt, bei den Strecken selbst ergeben. Diese sind nicht nur länger als zuvor, sondern besitzen viele Alternativrouten, die euch mehr oder weniger Zeit ersparen oder einfach nur um den dichten Verkehr herumführen. Diese Abkürzungen sind dank kleiner blauer Lichter am Ein- und Ausgang leicht zu finden und werden auch von der Konkurrenz genutzt. Aufpassen sollte man zudem auf die oft recht engen Gassen, in denen mal ein paar Hindernisse stehen können. Feuert man hier unvorsichtigerweise mit dem Boost durch, kann es vorkommen, dass die vermeintliche Zeitersparnis zum absoluten Zeitverlust wird und ein Crash euren Vorsprung dahinschmelzen lässt. Wie schon im Preview erwähnt, ist es jetzt möglich, den Verkehr auf den Straßen zu seinem Vorteil zu nutzen. Das heißt die Fahrzeuge zu rammen und diese mit Schwung in die Gegner hineinzuschießen. Das ist einerseits sehr praktisch, da es ganz neue Arten von Takedowns ermöglicht, auf der anderen Seite nimmt das Ganze dem Spiel etwas Thrill weg. Zwar kann man im Gegenverkehr nach wie vor chrashen, auf der eigenen Seite passiert dem Spieler aber nichts mehr. Um den Boost aufzufüllen, werden zudem einfach die Fahrzeuge gerammt, was den Vorteil des waghalsigen Fahrens im Gegenverkehr zunichte macht. Nun ist man auf beiden Straßenseiten gut dran, wobei derjenige, der in die richtige Richtung fährt, es sogar noch ein gutes Stück einfacher hat. Hier hätte man wenigstens bei den Einzel- und Zeitrennen dafür sorgen sollen, dass man den Verkehr nicht rammen kann. An diesem Punkt hat man bei Criterion wohl aber geschlafen. Immerhin bringt das alles mit dem lustigen ’Traffic-Attack’ einen neuen Spielmodus mit sich, der für viel Laune sorgt. Das Prinzip ist dabei schnell erklärt. Ihr rast einfach durch den Verkehr und versucht, so viele Wagen wie möglich zu treffen. Dabei zählt ein Timer ständig auf null runter. Um das Zeitlimit nach oben zu schieben, müsst ihr eure Stoßstange ständig in die zivilen Fahrzeuge hineinschieben. Dazu kommt noch ein Rennmodus, bei dem ihr nach dem Crash jedes Mal den Crashbreaker auslösen könnt, was den Aftertouch-Takedowns einen ganz anderen Stellenwert gibt. Lackschaden garantiert Technisch hat man ein paar Schritte nach vorne gemacht und sowohl das Schadensmodell als auch die Grafik an sich weiter optimiert. Hier muss man zugeben, dass die Entwickler wohl den grafisch besten Arcade-Racer auf dem Markt entwickelt haben. Die dicken Explosionen sowie Turbulenzen bei großen Sprüngen gepaart mit der bekannten Bewegungsunschärfe runden die Effektpalette ab, während schicke Texturen, detaillierte Umgebungen und eine grandiose Sichtweite das Spielerherz erfreuen. Besonders das Schadensmodell gefällt uns sehr gut, da die Fahrzeuge nun weitaus stärker verformt und demoliert werden. Zudem läuft das Ganze stets absolut flüssig und das Spiel hält permanent seine 60 Frames. Das lässt sich nur als absolut vorbildlich bezeichnen. Noch eine kleine positive Sache fällt bei der Werbung auf. Während man unter EA im Vorgänger die Levels mit Axe-Werbung und anderen Produkten vollgekleistert hat, ist das Product Placement nun wesentlich unauffälliger. Jetzt tragen einige Fahrzeuge Werbung von Marken wie zum Beispiel Etnies oder Logitech, was nicht mehr allzu nervig ist. Auf akustischer Seite bewegt sich der Soundtrack wieder einmal in Rock- und Alternative- Gefilden. Die Effekte, Motorsounds und das Vorbeihuschen von Fahrzeugen und Hindernissen sorgen für die passende Soundkulisse. Das Ganze wird zudem in Dolby Prologic II präsentiert, was Besitzer entsprechender Anlangen sehr freuen dürfte. Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Onlinemodus: So ist es zwar klar, dass man ohne DSL hier kaum vorwärts kommen dürfte, jedoch empfehlen wir eine Leitung mit mindestens einem Megabit Downstream. Normale DSL-Anschlüsse mit Bandbreiten von 768k/128k Down- und Upstream stellen das absolute Minimum dar. Pro +exzellente und stets flüssige +Grafik +fordernde KI-Gegner +viele Strecken +teils größere Verkehrsdichte +sehr umfangreich contra -etwas unübersichtliche Menüs -keine LAN-Spielmodi -Einzelrennen nicht aufzufinden fazit ’Burnout: Revenge’ wurde praktisch in allen Belangen verbessert und macht insbesondere beim Umfang und der Grafik Nägel mit Köpfen. Einzig die Tatsache nervt, dass man anscheinend die Einzelrennen verworfen hat. Zudem fehlt oft ein wenig der Thrill, wenn man andere Fahrzeuge einfach wegrammen kann. Dafür wird man mit viel Spiel fürs Geld entschädigt und kann sich zudem wieder über einen tollen Soundtrack und ein erstklassiges Spielgefühl freuen. Besonders die vielen Spielmodi sorgen für genug Abwechslung und der Onlinemodus rundet das Angebot ab. Dieser Arcade-Racer darf in keiner PS2-Spielesammlung fehlen und wird die Entwickler von Criterion wohl endgültig zu wahren Racing-Experten krönen. Unser Fazit: Kaufen!


flat out 2 85%

Hohes Tempo, jede Menge Blech und eine gehörige Portion Spaß – das sind die Markenzeichen von 'Flatout'. Der Erfolg gab Bugbear Entertainment Recht und es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Nachfolger das Licht der Welt erblicken würde. Hält 'Flatout 2', was es verspricht, oder ist es nur ein lauer Aufguss? Wir verraten es euch. Kommt es bei Rennspielen wie 'Need for Speed: Underground' auf möglichst schnelle Rundenzeiten an, rückt dies bei 'Flatout 2' eher in den Hintergrund. Das Hauptaugenmerk liegt auf wuchtigen Karambolagen mit jeder Menge Blechschaden und einem Funkenregen, der jeder Silvesternacht Ehre machen würde. Wer bremst, verliert – nirgendwo sonst trifft dieses Motto besser zu als hier. Kleine Schritte 'Flatout 2' hat mehrere Spielmodi zu bieten, die von Einzelrennen bis hin zu Multiplayer-Partien reichen. Das Herzstück bildet jedoch der Karrieremodus. Als grünschnäbliger Jüngling arbeitet ihr euch Sprosse für Sprosse die Leiter des Erfolges nach oben und müsst dabei so manches Hindernis überwinden. Bevor ihr jedoch in Ruhm und Reichtum badet, steht euch ein weiter Weg bevor. Mit ein paar mickrigen Kröten in der Tasche ersteht ihr beim Händler euren ersten Wagen. Dieser bietet alles andere als einen schicken Anblick und die Motorleistung lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Es bleibt euch jedoch nichts anderes übrig, sodass ihr mit der Klapperkiste im ersten Rennen startet. An dieser Stelle offenbart sich eine der wenigen Neuerungen des Spiels. Die Rennevents sind in drei Kategorien unterteilt, was prinzipiell einiges an Abwechslung verspricht. So verdient ihr anfangs in harten Destruction-Derbys eure ersten Sporen. In diesen ruppigen Rennen geht es ordentlich zur Sache, denn rüde Crashs und Rempeleien bringen Bonuspunkte ein – das Konto freut sich. Doch damit nicht genug: Zusammenstöße füllen den Nachbrenner auf, der vor allem bei Überholmanövern zum Einsatz kommt. Es ist also ein Beigeschmack von Taktik zu spüren. Meistert ihr diese Prüfungen mit Erfolg dürft ihr euer Können in Runden- bzw. Straßenrennen unter Beweis stellen. Bei Letzteren kommen PS-starke Edelkarossen zum Einsatz, wie ihr sie schon aus Spielen wie 'Need for Speed: Most Wanted' kennt. Spätestens jetzt solltet ihr jedoch etwas mehr Vorsicht walten lassen, denn diese Fahrzeuge sind nicht sonderlich stabil gebaut und vertragen Karambolagen eher schlecht als recht. Insgesamt umfasst der Fuhrpark 34 lizenzierte Autos, die vom klapprigen Pick-up bis hin zum schnittigen Straßenflitzer alles bieten, was das Herz begehrt. Die Vehikel steuern sich – zumindest ansatzweise – unterschiedlich. Die behäbigen Klapperkisten zu Beginn der Karriere haltet ihr noch ohne Probleme auf der Straße. Doch spätestens mit den Straßenrennern werden zumindest Anfänger ihre Liebe Mühe haben. Zwar ist die Handhabung konsequent auf die schnelle Action von 'Flatout 2' getrimmt, allerdings ist die Steuerung stellenweise ziemlich schwammig. Von Tunern und Dummys Ihr könnt dieses Manko jedoch ansatzweise etwas ausgleichen – in der Tuningwerkstatt. Dort stehen euch zahlreiche Aufrüstungsteile zur Verfügung, mit denen ihr euren Wagen auf Vordermann bringt. Von neuen Reifen über bessere Aufhängungen bis zu leistungsstarken Motoren und edlen Auspuffmodellen reicht dabei die Auswahl. Alternativ kauft ihr mit dem sauer verdienten Geld gleich ein besseres Auto. Für Motivation ist also gesorgt und der Spaß bleibt ebenfalls nicht auf der Strecke. Das garantieren neben den rasanten Rüpelrennen die aus dem Vorgänger bekannten Minispiele mitsamt den Crashtest-Dummys. So schleudert ihr die Puppen beispielsweise möglichst hoch in die Luft, schickt sie durch brennende Reifen oder missbraucht sie als Bowlingkugel. Teilweise sind diese Spielchen in den Karrieremodus eingebaut, stehen aber auch separat zur Verfügung. Das Problem: Anfangs macht das Dummyschleudern noch viel Spaß, doch der Reiz geht schnell verloren. Das gilt teilweise auch für die Rennen auf den insgesamt 60 Streckenkombinationen. Obwohl das Tempo hoch ist und drei Kategorien geboten werden, ist der Ablauf doch immer recht ähnlich. Langeweile kommt trotz dieses Mankos nie wirklich auf, was vor allem der cleveren Gegner-KI zuzuschreiben ist. Die Rivalen verhalten sich ebenso intelligent wie unberechenbar, sodass jeder Start neue Herausforderungen bietet. Vom waghalsigen Überholungsmanöver bis hin zu fiesen Remplern haben die Jungs und Mädels so einiges auf dem Kasten. Nur selten hat man das Gefühl, dass die Autos der Gegner künstlich gedrosselt werden. Noch mehr Spaß kommt natürlich mit menschlichen Kontrahenten auf. Via Internet oder Netzwerkverbindung treten bis zu acht Fahrer gegeneinander an und lassen es ordentlich krachen. Die Dummy-Spiele absolviert ihr mit vier Spielern an einem PC versammelt – Hotseat macht es möglich. Adrenalin pur Wie bereits erwähnt setzt 'Flatout 2' voll auf Tempo, Crashs und massig Action. Dieses Spielgefühl kommt dank der opulenten Präsentation zu jeder Sekunde perfekt rüber. Die pfeilschnelle Grafik geizt nicht mit aufwändigen Funken- und Feuereffekten, die jede Karambolage zu einem kleinen Erlebnis machen. Ständig fliegen Gegenstände über den Bildschirm, Brücken stürzen ein und Wassertropfen spritzen in die Höhe. Das Auge kommt kaum zur Ruhe. Selbst die Automodelle samt dem mehrstufigen Schadensmodell machen einiges her. Lediglich die (Fahr-)Physik hat mit einigen Aussetzern zu kämpfen. Die Soundkulisse steht der Optik kaum in etwas nach. Die Motorengeräusche setzen zwar nicht zu akustischen Höhenflügen an, klingen aber halbwegs realistisch. Ein echter Knaller ist jedoch der Soundtrack, der euch mit harten Riffs immer wieder nach vorne peitscht. 17 Tracks von bekannten Bands wie Nickelback, Papa Roach und Megadeth lassen eure Boxen ordentlich beben. Pro +umfangreicher Fuhrpark +clevere KI-Gegner +schicke Präsentation +fetziger Soundtrack +spaßiger Multiplayer-Part contra -Minispiele verlieren schnell an Reiz -teils schwammige Steuerung -Physik mit Macken fazit Eines gleich vorweg: 'Flatout 2' erfindet das Genre sicherlich nicht neu und ist "nur" eine konsequente Fortsetzung des Vorgängers. Die ist jedoch so gut gelungen, dass nur noch wenige Kritikpunkte auf der Strecke zu finden sind. Die etwas schwammige Steuerung, die Macken bei der Physik sowie die fehlenden Gameplay-Neuerungen hinterlassen einen kleinen Kratzer im Spielspaßlack. Dank aufgebohrtem Fuhrpark, tollem Karrieremodus sowie dem zeitlos genialen Fahrspaß fällt das alles jedoch nicht allzu stark ins Gewicht. Da auch die Optik und der Soundtrack ordentlich punkten, gibt es für Fans von Fun-Racern keinen Grund, 'Flatout 2' im Regal stehen zu lassen. Das fetzt!


jak 3 89%

Zurück nach Haven City! Nur ein Jahr nach dem zweiten Teil beweisen die Entwickler von Naughty Dog noch einmal ihre Klasse: ‘Jak 3’ glänzt mit verbesserter Spielbarkeit, knackigen neuen Fähigkeiten und natürlich einem ordentlichen Schuss Humor. Wir haben Sonys aktuelles Jump’n’Run auf Herz und Nieren getestet! Zurück mit alter Kraft Wie ihr ja sicherlich in unserem Preview bereits gelesen habt, werden die beiden ungewöhnlichen Helden Jak und Daxter aus der Zivilisation verstoßen und landen zunächst in der Wüstenstadt Spargus, wo sie sich als Kämpfer nach oben arbeiten müssen. Nach einigen kleineren Aufträgen nehmen sie wieder ersten Kontakt zu alten Freunden in Haven City auf und finden so heraus, dass Graf Veger die Kontrolle über die Stadt übernehmen will und erneut einen Krieg anzettelt. Oberschurke, der er nun einmal ist, sucht das Schlitzohr außerdem auch noch nach alten Precursor-Artefakten, die ihn noch mächtiger machen sollen. Jak kann sich eine solche Ungerechtigkeit natürlich nicht lange untätig mit anschauen und kehrt nach einigem Hin und Her zu seinen alten Kollegen zurück. Die durchweg spannende Hintergrundgeschichte baut stellenweise auf den früheren 'Jak'-Teilen auf und fordert deshalb von Nicht-Kennern der Vorgänger höchste Aufmerksamkeit. Ständig tauchen neue und alte Charaktere auf und verweisen in den Dialogen auf die Prequels. Die Sprachausgabe ist zwar nicht immer lippensynchron, aber durchweg gelungen und genre-typisch unglaublich witzig. Gerade Daxter und der plappernde Pecker sind immer wieder für gute Sprüche zu haben. Im Gegensatz zum nicht-linearen Ablauf des Vorgängers setzt ‘Jak 3’ allerdings auf ein einfaches, aber praktisches Feature: Damit ihr zu jeder Zeit die Übersicht bewahrt, zeigt euch ein kleiner Radar am unteren Bildschirmrand an, wo die nächste story-relevante Figur auf euch wartet. Wer sich allerdings lieber umschauen möchte, sollte dies zum Beispiel bei den Steinschädeln in Spargus oder den Automaten in Haven City tun. An diesen Stellen können nützliche Gimmicks in Mini-Games freigeschaltet werden. Warum sich die Entwickler aber zumeist auf recht dämliche 'Finde den folgenden Platz'-Aufgaben beschränken, bleibt uns ein Rätsel. Mit ein wenig mehr Esprit wäre hier noch mehr drin gewesen! Fahr mich! Die Welt von ‘Jak 3’ ist riesengroß und abwechslungsreich - entsprechend gestaltet sich auch das Leveldesign. Anders als im zweiten Teil nehmen die Fahrsequenzen in allerlei futuristischen Vehikeln eine deutlich größere Rolle ein. Allerdings sind diese Abschnitte stets logisch in den Story-Zusammenhang gebracht. Zu Beginn etwa muss Jak einige verloren gegangene Bewohner der Wüstenstadt Spargus vor einem anrückenden Sandsturm retten. Diese Mission läuft wie viele weitere unter Zeitdruck ab und fordert deshalb besonderes Fingerspitzengefühl und Eile. Ansonsten kommt es bereits hier zu den ersten Game Overs und Neustarts. Besonders spaßig: mit Ottsel Daxter wie einst Baron Münchhausen eine riesige Bombe in die Basis der Metallschädel lenken. Die Ideen der Entwickler kannten scheinbar keine Grenzen. Die Steuerung der Fahrzeuge funktioniert wie bei einem typischen Arcade-Racer und spricht sehr flott auf die Bewegungen des Analog-Sticks an. Muntere Slides, kleinere Hüpfer und selbst Schusswechsel mit aufmüpfigen Gegnern fallen deshalb auch sehr leicht. Ob der durchaus vorhandene Spielspaß die hohe Anzahl der Fahrsequenzen rechtfertigt, bleibt euren eigenen Vorlieben überlassen. Uns jedenfalls hat’s gefallen! Wir wollen hüpfen – aber auch ballern… Knapp drei Viertel des Spiels bestehen aber immer noch aus bewährten Jump’n’Run- und Action-Abschnitten. Auch hier herrscht eindeutig der Faktor 'Abwechslung': Während ihr mit Jak anfangs noch durch staubige Tempel und heiße Vulkan-Levels hüpft, artet ‘Jak 3’ in Haven City zu einem echten Konkurrenten von ’Ratchet and Clank 3’ aus. Dabei gestaltet sich die Wahl der Wummen recht abwechslungsreich: Die vier Standard-Kanonen aus dem Vorgänger wurden übernommen und noch einmal mit je zwei neuen Feuermodi versehen. Jetzt könnt ihr die Metallschädel mit Schrot voll pumpen, um sie anschließend mit der Blitzkanone zu rösten. Leider funktioniert die Laserzielpeilung nicht immer ideal: Sind die Widersacher auf Augenhöhe mit Jak, ist das Anvisieren kein Problem. Bekommt es das Spitzohr allerdings mit fliegenden Monstern zu tun, fällt das Zielen deutlich schwerer. Es dauert eine ganze Weile, bis Jak die Knarre ausrichtet – echt nervig. Eine vernünftige manuelle Zielfunktion im First-Person-Modus gibt es leider nicht. Die Sprungpassagen leiden ein wenig unter der störrischen Kameraführung. Besonders nach größeren Sätzen landet Jak häufig unsanft auf dem kalten, harten Steinboden. Ein Neustart ist erforderlich! Obwohl der Blickwinkel mit dem rechten Analog-Stick frei dreh- und zoombar ist, kommt es häufig vor, dass ihr an Felsen oder anderen größeren Gegenständen hängen bleibt. Die damit verbundene Orientierungslosigkeit führt allzu oft zum Absturz. Trotzdem bleiben die meisten Passagen durchaus machbar und wurden von den Entwicklern fair designt. Kleinere Knobeleinlagen - wie etwa das Verschieben von Steinplatten oder das Drücken bestimmter Knöpfe - lockern zudem den Spielablauf ein wenig auf. Teuflisch himmlischer Held Gerade die Hüpf- und Actionlevels werden maßgeblich von Jaks neuen und alten Spezialfähigkeiten geprägt. Wie schon im Vorgänger hat der Protagonist nämlich immer noch Kontrolle über das dunkle Eco. Hat er durch das bloße Zerstören seiner Gegner genug von den seltenen Steinen eingesammelt, kann er sich durch einen Knopfdruck in eine Art Dämon verwandeln. Hier sind nicht nur die Krallenattacken besonders effektiv, Evil Jak saugt seinen Widersacher förmlich die Energie aus ihren Körpern. Außerdem macht er sich an bestimmten Statuen kurzerhand unsichtbar und entkommt somit aufmerksamen Precursor-Augen. Natürlich verfügt er obendrein auch über mächtige Wellenattacken, die die Gegner gleich zuhauf durch die Levels katapultieren. Wie ihr seht, ist mit dem dunklen Jak nicht zu spaßen! Anders hingegen bei dem engelsgleichen Light Jak: wie in ’Star Wars’ gibt es auch eine gute Seite. Mit ihrer Hilfe heilt sich der Held selbst, baut einen Schutzschild um sich auf oder verlangsamt wie der Prinz von Persien einfach die Zeit. Die hellen Kräfte haben die Entwickler bevorzugt bei der Lösung von Geschicklichkeitsrätseln eingesetzt. So kann Jak die rotierenden Fleischerbeile etwa nur passieren, wenn er die Zeit langsamer ablaufen lässt. Weite Landschaften und hitzige Gefechte Zugegeben, auf den ersten Blick haben die Naughty-Dog-Jungs grafisch nur ein wenig Feintuning betrieben. Die Areale wirken nun nicht mehr ganz so dunkel wie beim Vorgänger. Obwohl etwa in Haven City Krieg herrscht und riesige Kampfmaschinen durch die Straßen rollen, regieren hier recht helle Farben und eher munterer Trubel, denn aggressive Kriegsführung ist für einen Titel wie ‘Jak 3’ absolut passend! Den Animationen kommen außerdem die zusätzlichen Bewegungsphasen sehr zugute, wodurch sich die Figuren jetzt noch formschöner über den Bildschirm bewegen. Einziger echter Schönheitsfehler sind die besonders anfangs auftretenden Bildfehler, die ein leichtes Flimmern auf dem Schirm verursachen. Ansonsten aber eine tadellose Leistung! Pro +abwechslungsreiches Gameplay +tolle Grafik +neue Fähigkeiten sorgen für Abwechslung +nette Dialoge und gute Hintergrundstory contra -hakelige Kamera -hoher Schwierigkeitsgrad -Anvisierung einiger Gegner etwas unhandlich fazit Zitat Daxter: 'Ich bin klein, haarig und mich juckt's an komischen Stellen!' Wer sich die Sprüche des vorlauten Ottsel ausgedacht hat, verdient einen Ehrenpreis. Selbst wenn ich zuvor tausend Mal ins Gras gebissen habe, die unglaublich witzigen Dialoge und das liebevolle Charakterdesign machen alles wieder wett. 'Jak 3' ist der finale Höhepunkt der Serie und macht einfach einen Höllenspaß. Wer bei dem Überangebot an guten Spielen zu Weihnachten noch ein paar lumpige Euro im Portemonnaie übrig hat, muss diese für 'Jak 3' ausgeben - es lohnt sich einfach in jeder Hinsicht!


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